FC Bayern Hoeneß zur Diskussion um die Nummer 1 der Nationalmannschaft vor der WM 2026

Die Debatte um die Nummer eins im DFB-Tor vor der WM 2026 nimmt weiter an Fahrt auf. Uli Hoeneß hat sich nun erneut klar positioniert und würde eine Rückkehr von Manuel Neuer ins Nationalteam ausdrücklich begrüßen. Der Ehrenpräsident des FC Bayern brachte seine Haltung am Rande der Münchner Meisterfeier auf dem Marienplatz unmissverständlich auf den Punkt.

Uli Hoeness, Ehrenpräsident des FC Bayern München, spricht beim Live-Talk auf der Sportfachmesse ISPO Munich 2025. Der langjährige Bayern-Manager und -Präsident war am 1. Dezember 2025 in der Messe München zu Gast und gestikulierte lebhaft auf dem Podium. (Alexander Hassenstein / Getty Images)
Uli Hoeness, Ehrenpräsident des FC Bayern München, spricht beim Live-Talk auf der Sportfachmesse ISPO Munich 2025. Der langjährige Bayern-Manager und -Präsident war am 1. Dezember 2025 in der Messe München zu Gast und gestikulierte lebhaft auf dem Podium. (Alexander Hassenstein / Getty Images)

Hoeneß mit klarer Ansage zu Neuer

Im Gespräch mit dem „BR“ sagte Hoeneß: „Wenn Manuel das will, dann habe ich überhaupt kein Problem damit. Ich würde mich sehr freuen, wenn er dahin fährt.“ Seine Begründung ließ an Deutlichkeit nichts vermissen: „Weil er der Beste ist.“ Damit heizte der 74-Jährige die ohnehin brisante Torwartdiskussion noch einmal spürbar an.

Zuletzt hatten Berichte für Aufsehen gesorgt, wonach Neuer trotz seines Rücktritts aus der Nationalmannschaft nach der Heim-EM 2024 doch noch bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada dabei sein könnte. Laut Medienberichten soll intern bereits über ein DFB-Comeback des 40-Jährigen entschieden worden sein. Bundestrainer Julian Nagelsmann vermied am Samstagabend im „ZDF“ jedoch noch eine eindeutige Bestätigung.

Unruhe um Baumann und offene Kommunikation

Hoeneß erklärte zudem, dass er die Entwicklung in dieser Angelegenheit mit großer Aufmerksamkeit und auch kritisch verfolge, vor allem die öffentliche Kommunikation der vergangenen Tage und Wochen. „Ich wundere mich, dass man das Thema nicht früher geklärt hat“, betonte der langjährige Bayern-Macher.

Besonders leid tut ihm in der gesamten Gemengelage der bisherige DFB-Stammkeeper Oliver Baumann. Der Hoffenheimer hatte die komplette WM-Qualifikation als Nummer eins zwischen den Pfosten absolviert und am Samstag selbstbewusst erklärt, davon auszugehen, als gesetzter Torwart zur WM zu fahren.

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Trotz seiner klaren Pro-Neuer-Haltung zeigte Hoeneß Verständnis für Baumann. „Ich finde diesen Mann sehr sympathisch. Ein toller Mann, er hat mit Hoffenheim eine große Saison gespielt.“ Gleichzeitig warnte er davor, dass die Diskussion zusätzlichen Druck in die Nationalmannschaft tragen könnte: „Ich hoffe nur, dass es jetzt nicht zu viel Unruhe gibt.“

Offen ist außerdem weiterhin, in welcher körperlichen Verfassung Neuer überhaupt zur Verfügung stehen würde. Der Kapitän wurde gegen den 1. FC Köln am Samstag ausgewechselt und muss laut FC Bayern wegen Wadenbeschwerden „vorerst kürzertreten“.