Favoriten auf den Fußball WM 2026 Titel: Opta Supercomputer mit erster Prognose

69 Tage vor dem Start der WM 2026 hat der Opta-Supercomputer seine erste Prognose vorgelegt. Demnach führt Spanien das Favoritenfeld an, während Deutschland nur auf Rang sieben landet. Frankreich, England und Argentinien finden sich auf den weiteren Plätzen. Auch Gastgeber Mexiko, die USA und Kanada bleiben im Rennen um den Titel eher Außenseiter. Deutschland hat nur eine 11% Chance auf das Finale, auf den Titel nur knapp 6%.

Der argentinische Kapitän und Stürmer Nr. 10 Lionel Messi küsst die FIFA WM-Trophäe während der Siegerehrung nach dem Sieg Argentiniens im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Argentinien und Frankreich im Lusail-Stadion in Lusail, nördlich von Doha, am 18. Dezember 2022. (Foto von Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)
Der argentinische Kapitän und Stürmer Nr. 10 Lionel Messi küsst die FIFA WM-Trophäe während der Siegerehrung nach dem Sieg Argentiniens im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Argentinien und Frankreich im Lusail-Stadion in Lusail, nördlich von Doha, am 18. Dezember 2022. (Foto von Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)

Das Turnier beginnt am 3. April 2026 noch in der Theorie, in 69 Tagen aber real auf dem Platz: Co-Gastgeber Mexiko eröffnet die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada im legendären Aztekenstadion gegen Südafrika – die Neuauflage des Eröffnungsspiels von 2010. Zum ersten Mal nehmen 48 Mannschaften teil. In den zwölf Gruppen ziehen nicht nur die jeweils zwei besten Teams, sondern zusätzlich die acht besten Gruppendritten in das erstmals ausgetragene Sechzehntelfinale ein. Für den Weg zum Titel sind 2026 damit acht statt sieben Spiele nötig.

Spanien vor Frankreich und England

Wer im Sommer um den WM-Pokal mitspielen soll, ist aus heutiger Sicht schnell benannt: Titelverteidiger Argentinien, Vize-Weltmeister Frankreich und Europameister Spanien gehören ebenso zum engsten Kreis wie Rekord-Weltmeister Brasilien, Deutschland, England und Portugal. Dazu kommen mögliche Überraschungsteams, die man als „Dark Horse“ auf dem Zettel haben sollte. Der Opta-Supercomputer hat diese Einschätzung nun mit einer ersten Hochrechnung untermauert. Dafür werden die möglichen Resultate tausendfach simuliert, ehe Wahrscheinlichkeiten errechnet werden.

Ganz vorn liegt Spanien mit 15,98 Prozent Titelchance. Dahinter folgen Frankreich mit 12,38 Prozent, England mit 11,08 Prozent und Argentinien mit 10,28 Prozent. Portugal kommt auf 6,72 Prozent, Brasilien auf 6,50 Prozent. Deutschland rangiert mit 5,76 Prozent auf Platz sieben der Favoritenliste.

Die weiteren Plätze in den Top 10 belegen die Niederlande mit 3,88 Prozent, Norwegen mit 3,27 Prozent und Belgien mit 2,34 Prozent. Außerhalb der Zehn liegt die Schweiz auf Rang 13 mit 1,70 Prozent, die Türkei auf Platz 20 mit 1,02 Prozent und Österreich auf Rang 25 mit 0,43 Prozent.

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Team Turniersieg  Finale 1/2 1/4 1/8 Gruppe
Spanien 16,09 % 25,21 % 38,74 % 51,91 % 73,09 % 75,72 %
Frankreich 12,88 % 20,40 % 32,58 % 47,66 % 70,01 % 59,74 %
England 11,67 % 19,54 % 30,66 % 48,19 % 68,98 % 67,61 %
Argentinien 9,96 % 17,62 % 30,30 % 45,24 % 62,78 % 72,62 %
Portugal 6,97 % 13,44 % 24,35 % 40,43 % 62,76 % 59,14 %
Brasilien 6,47 % 12,16 % 21,84 % 38,06 % 61,72 % 60,35 %
Deutschland 5,77 % 11,03 % 20,35 % 34,09 % 63,10 % 59,94 %
Niederlande 3,61 % 7,63 % 14,99 % 29,29 % 47,59 % 47,84 %
Norwegen 3,36 % 7,40 % 14,60 % 27,40 % 49,18 % 25,67 %
Belgien 2,26 % 5,40 % 12,33 % 28,70 % 53,92 % 51,87 %
Kolumbien 1,96 % 4,91 % 11,13 % 21,98 % 44,74 % 29,39 %

K.o.-Phase: Deutschland hinter den Top-Sechs

Auch in den Berechnungen für die einzelnen Turnierphasen liegt das DFB-Team hinter den großen Favoriten. Für das Achtelfinale prognostiziert Opta Deutschland eine Wahrscheinlichkeit von 61,60 Prozent, für das Viertelfinale 33,44 Prozent, für das Halbfinale 20,30 Prozent und für das Endspiel 11,10 Prozent. Damit bleibt die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann zwar im erweiterten Kreis, aber klar hinter Spanien, Frankreich, England, Argentinien, Portugal und Brasilien.

Spanien kommt in der Simulation auf 72,74 Prozent fürs Achtelfinale, 51,66 Prozent fürs Viertelfinale, 38,59 Prozent fürs Halbfinale und 25,29 Prozent für das Finale. Frankreich folgt mit 70,37, 47,70, 33,03 und 20,50 Prozent, England mit 69,26, 47,64, 30,32 und 18,74 Prozent. Argentinien liegt bei 63,36, 46,02, 30,56 und 18,03 Prozent.

Portugal erhält vom Supercomputer 61,72 Prozent für das Achtelfinale, 39,86 Prozent fürs Viertelfinale, 23,44 Prozent fürs Halbfinale und 12,90 Prozent für das Finale. Brasilien wird mit 61,26, 37,60, 21,66 und 12,23 Prozent bewertet. Dahinter folgt Deutschland mit 61,60, 33,44, 20,30 und 11,10 Prozent.

In der nächsten Verfolgergruppe stehen die Niederlande mit 48,90 Prozent für das Achtelfinale, 30,55 Prozent fürs Viertelfinale, 15,63 Prozent fürs Halbfinale und 7,88 Prozent für das Finale. Norwegen kommt auf 48,21, 26,87, 14,48 und 7,20 Prozent, Belgien auf 53,88, 28,46, 12,61 und 5,52 Prozent. Die Schweiz erreicht 50,08 Prozent, 24,03 Prozent, 10,13 Prozent und 4,36 Prozent.

Die Türkei wird mit 38,19 Prozent fürs Achtelfinale, 16,95 Prozent fürs Viertelfinale, 7,03 Prozent fürs Halbfinale und 2,75 Prozent für das Endspiel geführt. Österreich liegt bei 24,54 Prozent, 10,92 Prozent, 4,35 Prozent und 1,45 Prozent.

Unter den Gastgebern hat Mexiko mit 1,60 Prozent noch die beste Titelchance und landet auf Rang 15. Die USA folgen auf Platz 19 mit 1,10 Prozent, Kanada belegt Rang 21 mit 0,97 Prozent. Am anderen Ende der Skala stehen Haiti und Curaçao, der deutsche Gruppengegner, als einzige Nationen ohne jede Titelchance mit 0,00 Prozent.