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Die Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern bleibt weiter offen. Uli Hoeneß hat die Spekulationen nun zwar eingeordnet, ein klares Bekenntnis des Klubs zum Sportvorstand bleibt aber weiter aus.

Im Gespräch mit DAZN machte der Ehrenpräsident deutlich, dass eine Entscheidung derzeit noch gar nicht ansteht. Beim deutschen Rekordmeister gebe es feste Abläufe, an die sich der Verein halte, sagte Hoeneß. Vorstandsverträge würden grundsätzlich nicht früher als ein Jahr vor ihrem Ablauf verlängert.
Keine Gespräche vor dem 1. Juli
Diese Regel gelte nicht nur für Eberl, sondern ebenso für Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. Deshalb seien aktuell keine konkreten Verhandlungen möglich. „Gespräche können frühestens ab dem 1. Juli geführt werden“, stellte Hoeneß klar und ordnete die aktuelle Debatte damit als verfrüht ein.
Auch die nächste Aufsichtsratssitzung werde laut Hoeneß noch keine endgültige Klärung bringen. Zwar sei das Thema dort erstmals angesprochen worden, doch belastbare Gespräche oder Entscheidungen stehen weiter aus.
Offene Personalie mit viel Brisanz
Damit bleibt die Personalie weiter offen, und die Spekulationen dürften zunächst nicht abreißen. Auffällig ist dabei, dass es bislang nicht nur an Gesprächen fehlt, sondern auch an einem eindeutigen Signal des Klubs Richtung Eberl.
In den vergangenen Monaten war immer wieder berichtet worden, dass Eberls Arbeit intern kritisch gesehen werde. Trotz des sportlichen Aufschwungs unter Vincent Kompany gilt seine Position offenbar nicht als unangreifbar. Zusätzliche Brisanz bekommt die Angelegenheit durch kolportierte Spannungen zwischen Eberl und Sportdirektor Christoph Freund. Der Österreicher wird bereits als möglicher Nachfolger gehandelt, falls es auf der Vorstandsebene zu einem Wechsel kommt.
Eberl wartet auf ein Signal
Eberl selbst hat mehrfach betont, dass er sich eine langfristige Zukunft beim FC Bayern gut vorstellen könne. Der 52-Jährige ist gesprächsbereit, wartet aber auf ein klares Zeichen des Vereins, bevor er in konkrete Verhandlungen einsteigt.
Hoeneß verschafft damit vor allem eines: Zeit. Eine rasche Entscheidung über Eberls Zukunft ist nicht in Sicht, erst im Sommer dürften sich die Personalfragen konkretisieren, wenn die formalen Voraussetzungen für Gespräche erfüllt sind. Bis dahin bleibt offen, ob Eberl die sportliche Ausrichtung des FC Bayern dauerhaft mitgestalten wird.