Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Nagelsmann konkretisiert WM-Plan: Klare Aussagen in der DFB-Pressekonferenz
- 2 Klarer Kern – aber noch kein endgültiger WM-Kader
- 3 Keine Experimente mehr – aber mehr Variabilität
- 4 Bayern-Block als mentaler Anker
- 5 Konkurrenzkampf: Klare Worte zu einzelnen Spielern
- 6 Umgang mit Verletzungen und Perspektivspielern
Nagelsmann konkretisiert WM-Plan: Klare Aussagen in der DFB-Pressekonferenz
Bei der heutigen DFB-Pressekonferenz hat Julian Nagelsmann erstmals konkret skizziert, wie der Weg zur WM 2026 aussehen soll. Vor den Länderspielen gegen die Schweiz und Ghana wurde deutlich: Der Bundestrainer hat einen klaren Kern im Kopf – lässt aber bewusst noch Raum für Bewegung im Kader. Seine zentrale Botschaft: „Das ist noch keine WM-Nominierung“, aber viele Entscheidungen zeichnen sich bereits ab.

Klarer Kern – aber noch kein endgültiger WM-Kader
Nagelsmann betonte mehrfach, dass der aktuelle Kader bereits viele Parallelen zur möglichen WM-Auswahl hat. Gleichzeitig stellte er klar: „Es ist eine gute Mischung aus dem großen Kern und frischen neuen Kräften.“
Die Idee dahinter ist nachvollziehbar. Ein eingespieltes Gerüst soll Stabilität geben, während einzelne Spieler die Chance erhalten, sich noch aufzudrängen. Interessant: Einige etablierte Kräfte fehlen bewusst, weil das Trainerteam bereits weiß, was sie leisten können. Stattdessen rücken neue Optionen in den Fokus.
Keine Experimente mehr – aber mehr Variabilität
Eine klare Ansage aus der Pressekonferenz: „Experimente werden wir nicht mehr machen.“ Nagelsmann sieht die Grundstruktur der Mannschaft als gefestigt an – sowohl defensiv als auch offensiv.
Aber: Komplett starr soll das Spiel nicht werden. Der Bundestrainer sprach davon, künftig einen „Mix“ einzubauen, um auf unterschiedliche Gegner reagieren zu können. Heißt konkret: gleiche Basis, aber mehrere taktische Lösungen. Gerade im Turnier könne das entscheidend sein, wenn sich Gegner auf den ersten Plan einstellen.
Bayern-Block als mentaler Anker
Auch ein bekanntes Thema sprach Nagelsmann offen an. Spieler vom FC Bayern sollen weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Seine Begründung: „Die Bayern verkörpern gerade eine großartige Mentalität und sind gierig, jedes Spiel gewinnen zu wollen.“
Dieser „Block-Gedanke“ ist kein Zufall. Eingespielte Strukturen und ein gemeinsames Mindset sollen auf die Nationalmannschaft übertragen werden. Für Nagelsmann ein wichtiger Faktor, um in einem kurzen Turnier schnell zu funktionieren.

| Position | Spieler | Verein | Status |
|---|---|---|---|
| Tor | Oliver Baumann | TSG Hoffenheim | |
| Tor | Alexander Nübel | VfB Stuttgart | |
| Tor | Jonas Urbig | FC Bayern München | Newcomer |
| Abwehr | Waldemar Anton | Borussia Dortmund | |
| Abwehr | Nathaniel Brown | Eintracht Frankfurt | |
| Abwehr | Pascal Groß | Brighton & Hove Albion | Rückkehrer |
| Abwehr | Joshua Kimmich | FC Bayern München | |
| Abwehr | Aleksandar Pavlović | FC Bayern München | |
| Abwehr | David Raum | RB Leipzig | |
| Abwehr | Antonio Rüdiger | Real Madrid | Rückkehrer |
| Abwehr | Nico Schlotterbeck | Borussia Dortmund | |
| Abwehr | Anton Stach | Leeds United | Rückkehrer |
| Abwehr | Jonathan Tah | FC Bayern München | |
| Abwehr | Malick Thiaw | Newcastle United | |
| Abwehr | Josha Vagnoman | VfB Stuttgart | Rückkehrer |
| Mittelfeld / Angriff | Serge Gnabry | FC Bayern München | |
| Mittelfeld / Angriff | Leon Goretzka | FC Bayern München | |
| Mittelfeld / Angriff | Kai Havertz | FC Arsenal | Rückkehrer |
| Mittelfeld / Angriff | Lennart Karl | FC Bayern München | Newcomer |
| Mittelfeld / Angriff | Jamie Leweling | VfB Stuttgart | |
| Mittelfeld / Angriff | Felix Nmecha | Borussia Dortmund | |
| Mittelfeld / Angriff | Leroy Sané | Galatasaray | |
| Mittelfeld / Angriff | Kevin Schade | Brentford FC | |
| Mittelfeld / Angriff | Deniz Undav | VfB Stuttgart | Rückkehrer |
| Mittelfeld / Angriff | Florian Wirtz | FC Liverpool | |
| Mittelfeld / Angriff | Nick Woltemade | Newcastle United |
Konkurrenzkampf: Klare Worte zu einzelnen Spielern
In der Pressekonferenz wurde Nagelsmann auch bei Personalfragen konkret. Zu Angelo Stiller sagte er offen, dass aktuell Aleksandar Pavlovic „einen Tick vorne“ sei – eine klare Momentaufnahme im engen Konkurrenzkampf.
Auch bei den Offensivspielern zog er eine klare Linie: Von den Konterspielern wie Kevin Schade, Karim Adeyemi oder Maximilian Beier werden „maximal ein oder zwei“ zur WM fahren. Bedeutet: direkte Konkurrenz um wenige Plätze.
Leon Goretzka bekam ebenfalls eine klare Ansage. Nagelsmann stellte klar: „Er hat keinen Freifahrtschein.“ Gleichzeitig hob er dessen Stärke hervor, wenn „Wucht“ und Präsenz im Strafraum gebraucht werden.
Bei Deniz Undav zeigte sich, wie wichtig Entwicklung ist. Nach einem klaren Feedback im Winter habe er „genau das umgesetzt“ – und sich damit zurück in den Kader gespielt.
Umgang mit Verletzungen und Perspektivspielern
Auch zur Personalsituation äußerte sich Nagelsmann deutlich. Jamal Musiala fällt aktuell aus, nachdem er „eine kleine Reaktion im Gelenk“ gezeigt hat. Der Bundestrainer stellte klar, dass man kein Risiko eingehen wolle – mit Blick auf die WM.
Gleichzeitig rücken junge Spieler in den Fokus. Lennart Karl soll „ohne Vorbelastung“ aufspielen und seine Stärken zeigen. Bei Torwart Jonas Urbig lobte Nagelsmann vor allem dessen „psychische Stabilität“ und seine Entwicklung.
Sein genereller Ansatz wurde ebenfalls deutlich: Die Tür bleibt für alle offen. „Für niemanden ist der Zug abgefahren“, sagte Nagelsmann – eine klare Botschaft an alle Nationalspieler im erweiterten Kreis.