FIFA WM 2026: Verlegung iranischer WM-Spiele für FIFA derzeit kein Thema

Die FIFA sieht eine Verlegung iranischer WM-Spiele nach Mexiko für die FIFA WM 2026 derzeit nicht als Thema. Der Weltverband betont, dass alle Teams gemäß dem am 6. Dezember 2025 veröffentlichten Spielplan antreten sollen und steht im regelmäßigen Austausch mit den teilnehmenden Verbänden. Trotz Aussagen des iranischen Verbandspräsidenten Mehdi Taj über Verhandlungen mit der FIFA über eine Austragung in Mexiko bleibt die Position des Verbandes klar. Auch der asiatische Verband AFC erwartet weiterhin die Teilnahme Irans am Turnier.

Der iranische Verteidiger (Nr. 08) Morteza Pouraliganji (L) kämpft mit dem walisischen Stürmer (Nr. 11) Gareth Bale um den Ball während des Fußballspiels der Gruppe B der Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Wales und Iran im Ahmad Bin Ali-Stadion in Al-Rayyan, westlich von Doha, am 25. November 2022. (Foto: FADEL SENNA / AFP)
Iran’s defender #08 Morteza Pouraliganji (L) fights for the ball with Wales‘ forward #11 Gareth Bale during the Qatar 2022 World Cup Group B football match between Wales and Iran at the Ahmad Bin Ali Stadium in Al-Rayyan, west of Doha on November 25, 2022. (Photo by FADEL SENNA / AFP)

FIFA: Spielplan und laufender Kontakt mit Verbänden

Die FIFA bestätigte auf Anfrage gegenüber dem SID, sie freue sich darauf, dass „alle teilnehmenden Mannschaften gemäß dem am 6. Dezember 2025 veröffentlichten Spielplan antreten“. Gleichzeitig erklärte der Weltverband, man stehe in „regelmäßigem Kontakt mit allen teilnehmenden Mitgliedsverbänden, einschließlich des iranischen Fußballverbands, um die Planung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu besprechen“. Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Mexiko und Kanada statt; für den Iran sieht der Plan Vorrundenspiele in Los Angeles und Seattle vor.

Iranischer Verband: Gespräche über Mexiko und Kritik an US-Sicherheitsgarantie

Der iranische Verbandspräsident Mehdi Taj hatte zuvor erklärt, man verhandle mit der FIFA über eine mögliche Austragung der iranischen Spiele in Mexiko. Taj begründete die Position mit Sicherheitsbedenken und sagte, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt habe, er könne „die Sicherheit der iranischen Nationalmannschaft nicht gewährleisten, werden wir definitiv nicht nach Amerika reisen“. Die Stellungnahme wurde auf dem X-Account der iranischen Botschaft veröffentlicht.

Sicherheitsdebatte: Widersprüchliche Signale von Donald Trump

US-Präsident Donald Trump sendete nach Angaben aus der Szene zuletzt widersprüchliche Signale. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er in der Vorwoche, die Iraner seien zwar willkommen, zugleich halte er es „jedoch nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit“. Diese Aussagen haben die Debatte um eine mögliche Verlegung der Spiele angefacht, ohne dass die FIFA daraus bislang Konsequenzen gezogen hat.

Dieses Fußball-Video könnte dich interessieren:

AFC erwartet Teilnahme Irans — Situation wird weiter beobachtet

Der asiatische Fußballverband AFC geht weiterhin davon aus, dass der Iran am Großevent teilnimmt. AFC-Generalsekretär Windsor John sagte bei einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur, „Nach unserem Kenntnisstand wird Iran spielen“ und betonte, man beobachte die Lage genau. Bislang gebe es „keine offizielle Information“, dass das Team nicht an dem Turnier teilnehmen werde; das iranische WM-Quartier ist nach Angaben des Verbands in Tucson/Arizona gebucht.