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Der asiatische Fußballverband AFC geht weiterhin davon aus, dass Iran an der FIFA WM 2026 teilnehmen wird. Bei einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur betonte Generalsekretär Windsor John, es gebe bislang keine offiziellen Hinweise auf einen Rückzug. Die Entscheidung hänge von der Sicherheitslage und offiziellen Informationen ab; der Verband beobachte die Entwicklung genau. Gleichzeitig sorgen die jüngste Eskalation im Nahen Osten und politische Aussagen aus den USA weiter für Unsicherheit.

AFC bleibt zuversichtlich zur Irans WM-Teilnahme
Windsor John erklärte klar: „Nach unserem Kenntnisstand wird Iran spielen“ und fügte hinzu, es gebe bislang „keine offizielle Information“, dass das Team nicht an dem Turnier teilnehmen werde. Der AFC-Sekretär sprach diese Einschätzung bei einer Pressekonferenz am Sitz des Verbandes in Kuala Lumpur aus und betonte, man verfolge die Lage aufmerksam. Die Aussagen spiegeln den formalen Stand: Solange keine offizielle Mitteilung vorliegt, plant der Verband mit der Teilnahme Irans.
Politische Spannungen und Eskalation im Nahen Osten
Die jüngste Eskalation im Nahen Osten löste jedoch massive Zweifel an einer Teilnahme Irans aus. Auslöser der Besorgnis waren laut Berichten die US‑israelischen Angriffe Ende Februar, die eine Neubewertung der Sicherheitslage erforderlich machten. Dennoch bleibt der AFC‑Ansatz formell: Entscheidungen zur Teilnahme könne nur auf Grundlage offizieller Informationen getroffen werden.
Widersprüchliche Signale aus den USA
Auch aus den USA kamen gemischte Signale, die die Debatte anheizten. US‑Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, Iraner seien zwar willkommen, er halte es „jedoch nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit“. Diese Aussage fügte neue Unsicherheit hinzu, ohne jedoch eine formelle Entscheidung über die Teilnahme zu treffen. Der AFC betonte weiterhin, dass bislang keine offizielle Absage vorliege.
Iranische Regierung und Austragungsorte der Gruppenspiele
Innerhalb Irans hatte Sportminister Ahmad Donyamali infolgedessen die WM‑Teilnahme seines Landes infrage gestellt, was die Diskussion zusätzlich befeuerte. Die FIFA WM 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt; für Iran sind drei Gruppenspiele in Los Angeles und Seattle vorgesehen. Solange keine offizielle Mitteilung erfolgt, plant der AFC mit der Teilnahme des Teams an diesen Spielorten.