Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Rund 100 Tage vor dem WM-Start wächst die Sorge um die Sicherheit in Mexiko. Mindestens 73 Tote, 10.000 entsandte Soldaten und eine Welle der Gewalt nach der Tötung des Drogenbosses Nemesio „El Mencho“ stellen die Austragung mehrerer WM-Spiele infrage. Der DFB zeigt sich besorgt, Andreas Rettig sagt: „Wenn ich ehrlich bin, aktuell nicht.“ Die FIFA betont ihre Zusammenarbeit mit den Behörden, während die mexikanische Regierung Ruhe und Schutz für Fans verspricht.

Sicherheitslage in Mexiko verschärft
Die Gewalt in Teilen Mexikos hat nach dem Schlag gegen Nemesio „El Mencho“ deutlich zugenommen. Behörden und Medien sprechen von einer „kriegsähnlichen Situation“, mindestens 73 Tote wurden bislang registriert; die Regierung hat rund 10.000 Soldaten entsandt, um die Lage zu stabilisieren. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Jalisco, wo laut offiziellen Angaben fast 13.000 Menschen als vermisst gelten.
- WM 2026 Sicherheit – Wie ist es mit der Gewalt in Mexiko?
- WM 2026 in Mexiko – „Kriegsähnliche Situation“: Doch Infantino ist „sehr ruhig“
- FIFA WM 2026 – Nach Russland, Katar, Saudi-Arabien – Was passiert mit Mexiko 2026?
- Mexiko zur WM 2026: Tourismuskoordinator nimmt FIFA in die Pflicht
- WM 2026 in Mexiko in Gefahr? „Kriegsähnliche Situation“ bereitet DFB Sorgen
- WM 2026 in Mexiko: Sorge vor kolumbianischen Drogenhändlern
Reaktionen von DFB, FIFA und Bundesregierung
Der Deutsche Fußball-Bund äußert erhebliche Sicherheitsbedenken. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig sagte der Augsburger Allgemeinen: „Es bleibt zu hoffen, dass sich diese kriegsähnliche Situation schnell entspannt und es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt.“ FIFA-Präsident Gianni Infantino zeigte sich in Barranquilla gelassen: „Ich bin sehr ruhig. Alles läuft sehr gut, alles wird fantastisch sein.“ Die FIFA erklärte, sie beobachte die Lage in Jalisco genau und stehe in ständigem Austausch mit den Behörden.
Betroffene Spielorte und Turnierplanung
In Mexiko sind insgesamt 13 WM-Begegnungen vorgesehen, darunter das Eröffnungsspiel zwischen dem Co-Gastgeber und Südafrika in Mexiko-Stadt. Guadalajara, wo vier Partien geplant sind und in einem Monat Play-off-Spiele anstehen, gilt als besonders betroffen. Monterrey ist der dritte mexikanische Spielort; mehrere Teams planen, ihr Quartier in Mexiko aufzuschlagen. Die deutsche Nationalmannschaft wird weder ihr Quartier in Mexiko beziehen noch in der Vorrunde dort spielen.
Regierungserklärungen und Experteneinschätzung
Präsidentin Claudia Sheinbaum sagte, alle Behörden und Sicherheitskräfte seien koordiniert im Einsatz und es bestehe für Fans „keinerlei Risiko“. Die Bundesregierung forderte von der FIFA, in Zusammenarbeit mit Kanada, den USA und Mexiko die Sicherheitsvorgaben sicherzustellen. Dennoch warnen Experten vor anhaltender Instabilität: Sicherheitsexperte David Saucedo äußerte im ARD-Interview Zweifel, ob Besucher der WM ausreichend geschützt werden können.