US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump im Gespräch mit FIFA-Präsident Gianni Infantino bei der offiziellen Auslosung der Fußball-WM 2026 am 5. Dezember 2025 im John F. Kennedy Center in Washington D.C. (Pool / Getty Images North America via Getty Images)

WM 2026 – FIFA in der Kritik: Trump-Anbiederung „auf peinlichste Art“

Human Rights Watch wirft der FIFA vor, sich im Vorfeld der WM auf peinliche Weise an US-Präsident Donald Trump anzubiedern und dabei den Schutz der Menschenrechte unzureichend ernst zu nehmen. Besonders kritisch sieht die Organisation mögliche ICE-Einsätze im Turnierumfeld sowie die Vergabe eines extra geschaffenen FIFA-Friedenspreises an Trump.

FIFA-Präsident Gianni Infantino neben dem WM-Pokal beim Wintermeeting der US Conference of Mayors in Washington D.C. am 29. Januar 2026, wo er für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko warb. (Alex Wong / Getty Images)

Ein Monat bis zur WM: Viele Baustellen, noch mehr Fragen

Gut einen Monat vor dem Start der Mammut-WM am 11. Juni wird die Vorfreude von mehreren Baustellen getrübt: Politische Spannungen, Sicherheitsfragen und extrem hohe Ticketpreise belasten das Turnier bereits vor dem ersten Anpfiff. Besonders heikel ist die Lage um Iran mit offenen Reise- und Sicherheitsbedingungen, während FIFA-Präsident Infantino die teils drastischen Preissteigerungen verteidigt.

Blick ins Banorte-Stadion in Mexiko-Stadt während der Aufstellung der Spieler beim Viertelfinale-Hinspiel der Liga MX zwischen Club América und Pumas UNAM (Torneo Clausura 2026) am 3. Mai 2026. Manuel Velasquez / Getty Images

FIFA WM 2026 wird zur Mega WM: 3 WM-Eröffnungsfeiern an 2 Tagen

Die WM 2026 startet mit einer Premiere: Erstmals gibt es drei Eröffnungsfeiern, die am 11. und 12. Juni vor den Auftaktspielen in Mexiko-Stadt, Toronto und Los Angeles stattfinden. Unter anderem treten dabei J Balvin, Belinda, Nora Fatehi, Michael Bublé, Katy Perry, Future und Anitta auf; die FIFA will damit Musik, Kultur und Fußball der Gastgebernationen verbinden.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht beim Semafor World Economy Summit 2026 in Washington D.C. am 15. April 2026. Der Gipfel versammelte Wirtschaftsführer und Tech-CEOs zu Diskussionen über Wirtschaft, Künstliche Intelligenz und globale Geschäftstrends. (Alex Wong / Getty Images North America via Getty Images)

FIFA Chef – Infantino mit erneuter Kandidatur: Kein Jubel aus Dänemark wegen Grönland & Trumop

Gianni Infantino hat seine erneute Kandidatur für das FIFA-Präsidentenamt angekündigt, doch vor allem in Dänemark stößt sein Kurs auf deutliche Zurückhaltung. Der DBU kritisiert den Alleingang bei der Vergabe des FIFA-Friedenspreises an Donald Trump und fordert transparente, am Geist des Fußballs orientierte Kriterien. Auch der DFB hält sich mit einer Bewertung zunächst zurück, während die Kritik an Infantino in Teilen der Verbände wächst.

FIFA-Präsident Gianni Infantino präsentiert am 29. Januar 2026 beim US Conference of Mayors in Washington D.C. den WM-Pokal und wirbt damit für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Getty Images

FIFA Wiederwahl garantiert? Auch Afrikaner unterstützen mögliche Infantino-Wiederwahl

Gianni Infantino bekommt vor einer möglichen dritten Amtszeit als FIFA-Präsident kräftigen Rückenwind aus Afrika: Die CAF-Mitgliedsverbände sprachen sich laut Verband einstimmig für eine Wiederwahl aus. Bereits zuvor hatte sich auch der Südamerikanische Verband CONMEBOL hinter den Schweizer gestellt.

Infantino hat seine Kandidatur für 2027 bis 2031 zwar noch nicht offiziell bestätigt, könnte dank einer Statutenänderung aber bis 2031 im Amt bleiben. Kritik gibt es bislang nur vereinzelt, etwa wegen seiner Nähe zu Donald Trump und einer Beschwerde der Organisation Fair Square.

Fans des Iran beim Spiel der AFC Women's Asian Cup Australia 2026 zwischen dem Iran und den Philippinen im Gold Coast Stadium am 8. März 2026 in Gold Coast, Australien. Albert Perez / Getty Images AsiaPac via Getty Images

Eklat bei der Kanada Einreise – Iranische Fußball-Delegation bleibt FIFA-Kongress fern – WM 2026 Teilnahme ungewiss

Die iranische Delegation hat ihre Reise zum FIFA-Kongress in Vancouver nach einem Zwischenfall bei der Einreise in Toronto kurzfristig abgebrochen. Der iranische Verband spricht von einer „Beleidigung“ durch Einwanderungsbeamte; Präsident Mehdi Taj und zwei Mitarbeiter seien daraufhin in die Türkei zurückgekehrt.

Hintergrund ist Tajs frühere Tätigkeit im Geheimdienst der Revolutionsgarden, die Kanada als terroristische Organisation einstuft. Kanada betonte, Mitglieder der Revolutionsgarden seien nicht einreiseberechtigt, äußerte sich zu dem Einzelfall aber nicht näher.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht am 15. April 2026 beim Semafor World Economy 2026 Summit in Washington, D.C. Das Wirtschaftsgipfeltreffen bringt führende Unternehmer und Tech-CEOs zu Diskussionen über Wirtschaft, Künstliche Intelligenz und Geschäftstrends zusammen. (Alex Wong / Getty Images North America via Getty Images)

FIFA Kongress: Trump, Iran, Sicherheit – Infantino im Zentrum der Spannungsfelder

Gianni Infantino steht beim FIFA-Kongress in Vancouver erneut im Mittelpunkt und inszeniert sich trotz verweigerter Sicherheitseskorte als starke Führungsfigur, während er zugleich für Rekordprämien und eine weitere Wiederwahl wirbt. Überschattet wird der Kongress von politischen Spannungen rund um den Nahost-Krieg, die Iran-Frage und Infantinos Nähe zu Donald Trump, die die Sicherheitsdebatte zusätzlich verschärfen.