FIFA-Präsident Gianni Infantino präsentiert am 29. Januar 2026 beim US Conference of Mayors in Washington D.C. den WM-Pokal und wirbt damit für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Getty Images

Gianni Infantino & der FIFA-Kongress – Fragen & Antworten: FIFA wegen WM Kosten in Kritik

Beim FIFA-Kongress in Vancouver wird Gianni Infantino vor allem die WM 2026 in den Fokus rücken, doch kurz vor dem Turnier bleiben viele heikle Fragen offen – von der Teilnahme Irans über Donald Trumps Rolle bis zu Sicherheits- und Menschenrechtsbedenken in den USA. Auch die hohen Kosten für Fans und Infantinos eigene Zukunft an der FIFA-Spitze sorgen für zusätzlichen Druck rund um das XXL-Turnier.

FIFA-Präsident Gianni Infantino präsentiert am 29. Januar 2026 beim US Conference of Mayors in Washington D.C. den WM-Pokal und wirbt damit für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Getty Images

FIFA WM 2026: Erhöhung des WM-Preisgeld für alle WM Teilnehmer? Wie viel verdient der Fußball Weltmeister 2026?

Die Fifa will nach Kritik aus Deutschland und anderen Verbänden offenbar über höhere Prämien für die WM 2026 verhandeln. Trotz des Rekordtopfs von 727 Millionen Dollar in den USA, Mexiko und Kanada erhalten wegen des auf 48 Teams erweiterten Feldes viele Nationen am Ende weniger als bei der WM 2022.

Der DFB bemängelt vor allem die Aufteilung des Geldes: Zwar sind 9 Millionen Dollar Startgeld und 1,5 Millionen Dollar für Vorbereitungskosten eingeplant, doch der größere Teilnehmerkreis drückt die Ausschüttung pro Team. Zusätzlich sorgen der Dollarkurs und unterschiedliche Steuern in den Gastgeberländern für Unmut.

Am 10. März 2026 ist vor der Faneuil Hall Marketplace in Boston, Massachusetts, ein Werbeschild für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu sehen. Boston gehört zu den Austragungsorten der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Foto: Maddie Meyer / Getty Images North America via Getty Images

FIFA WM 2026: US-Hotellerie erwartet niedrige Anzahl internationaler Gäste

Der erhoffte WM-Boom für US-Hotels fällt laut CoStar deutlich schwächer aus als zunächst erwartet: Wegen wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischer Spannungen und sinkender internationaler Besucherzahlen bleiben RevPAR und Zimmernachfrage hinter den Prognosen zurück. Auch aus der Hotellerie kommen skeptische Signale, etwa weil FIFA-Zimmerkontingente teils ohne Buchungen zurückgegeben wurden und die Nachfrage in wichtigen Märkten bislang lau ist.

WASHINGTON, DC - 07. MÄRZ: Gianni Infantino, Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), spricht neben US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung einer Durchführungsverordnung im Oval Office des Weißen Hauses am 07. März 2025 in Washington, DC. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Fußballweltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Images/AFP (Foto von Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

WM 2026 mit oder ohne Iran? Keine Spielverlegung nach Mexiko geplant!

Gianni Infantino steht wegen des Iran-Falls kurz vor der WM 2026 unter massivem politischen Druck: Trotz der Qualifikation ist weiter offen, ob Irans Team überhaupt wie geplant in den USA antreten kann. Während die FIFA einen Verlegungswunsch Irans nach Mexiko ablehnte, verschärfen Trump, Visa-Regeln und Sicherheitsfragen die Lage und bedrohen die Glaubwürdigkeit des Turniers.

FIFA-Präsident Gianni Infantino präsentiert am 29. Januar 2026 beim US Conference of Mayors in Washington D.C. den WM-Pokal und wirbt damit für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Getty Images

FIFA Chef Infantino vor Wiederwahl: Südamerikaner unterstützen

Die CONMEBOL stellt sich als erster Verband offen hinter Gianni Infantino und unterstützt eine mögliche weitere Amtszeit des FIFA-Präsidenten, dessen erneute Kandidatur aber noch nicht offiziell bestätigt ist. Der Vorstoß kommt inmitten der Debatte um eine auf 64 Teams erweiterte WM 2030, von der sich Südamerika zusätzliche Spiele erhofft.

FIFA-Präsident Gianni Infantino winkt den Zuschauern beim WM-Qualifikations-Playoff-Spiel zwischen Neukaledonien und Jamaika am 26. März 2026 im Guadalajara-Stadion in Zapopan, Mexiko. Simon Barber / Getty Images

FIFA Chef Infantino hält an Irans WM 2026 Teilnahme fest & besucht umstrittenes Testspiel

FIFA-Chef Gianni Infantino tauchte unangekündigt beim Testspiel Iran–Costa Rica in Antalya (5:0) auf, sprach in der Halbzeit mit Spielern und Trainer und versicherte, der Iran werde an der WM teilnehmen. Er verteidigte die FIFA-Position, dass die Spiele dort stattfinden, wo sie laut Auslosung hingehören und es nur einen Plan A für das Turnier (11. Juni–19. Juli in USA, Mexiko und Kanada) gebe, räumte aber ein, die Lage im Nahen Osten sei sehr kompliziert.

Fans des Iran beim Spiel der AFC Women's Asian Cup Australia 2026 zwischen dem Iran und den Philippinen im Gold Coast Stadium am 8. März 2026 in Gold Coast, Australien. Albert Perez / Getty Images AsiaPac via Getty Images

FIFA Chef Infantino: „Kein Plan B“ für WM 2026 ohne die Nationalmannschaft des Iran

FIFA-Präsident Gianni Infantino bekräftigte im mexikanischen Fernsehen, dass der Iran bei der WM teilnehmen werde und dass es keinen Plan B, C oder D gebe – nur Plan A.
Er forderte, die Mannschaft solle unter bestmöglichen Bedingungen antreten und betonte die sportliche Qualifikation sowie die repräsentative Bedeutung des Teams für im In- und Ausland lebende Iraner.
Zugleich räumte er ein, die politische Lage sei sehr kompliziert, eine Verlegung der Spiele nach Mexiko sei für die FIFA jedoch kein Thema.