Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Vertragsstatus: Bis nach der WM unter Vertrag
- 2 Verlängerungspläne und Gehalt: Zahlen und Finanzierung
- 3 Aussagen aus dem Verband: Josef Pröll über die Gespräche
- 4 Rangnicks Vorbehalte: Es geht nicht (nur) ums Geld
- 5 Interne Bedingungen im Aufsichtsrat: K.o.-Phase als Vertragsbedingung
- 6 Austria bei der WM: Auftaktgruppe mit Argentinien, Algerien und Jordanien
Ralf Rangnick (67) hat das aktuelle Angebot des ÖFB zur Vertragsverlängerung bislang abgelehnt. Der Teamchef, der Österreich seit Mai 2022 betreut und die Nationalelf erstmals seit 1998 wieder zur WM führte, steht offiziell bis nach der WM unter Vertrag. Der Verband drängt auf eine baldige Verlängerung – bis 2028 ist ein neues Arbeitspapier geplant –, doch es hakt sowohl bei der Unterschrift als auch bei inhaltlichen Forderungen. Gleichzeitig melden Medienberichte konkrete Gehaltspläne und interne Widerstände im Aufsichtsrat.

Vertragsstatus: Bis nach der WM unter Vertrag
Ralf Rangnick (67) ist seit Mai 2022 Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft und führte Österreich erstmals seit 1998 zur WM. Bis nach der WM läuft der Vertrag von Ralf Rangnick (67) als Nationaltrainer von Öster-reich. Geht es nach dem Verband, soll der Kontrakt schon bald bis 2028 verlängert werden. Dennoch steht die Unterschrift bislang aus und es bleibt unklar, ob und unter welchen Bedingungen das Arbeitspapier verlängert wird.
Verlängerungspläne und Gehalt: Zahlen und Finanzierung
Laut den Salzburger Nachrichten will der ÖFB das Gehalt von Rangnick mithilfe von vier Sponsoren auf 2 Mio. Euro verdoppeln. Der Verband selbst würde 20 Prozent auf das aktuelle Gehalt drauflegen. Die Finanzierung über vier Sponsoren ist dabei zentrales Element des Angebots, mit dem der ÖFB die Vertragsverlängerung attraktiver machen will. Trotz dieses Angebots lehnt der Trainer eine Unterschrift bislang ab!
Aussagen aus dem Verband: Josef Pröll über die Gespräche
ÖFB-Aufsichtsratsvor-sitzender Josef Pröll (57) glaubt an eine Einigung, sagt im ORF: ,Ralf Rang-nick und ich sind in guten Gesprächen. Aber es braucht noch Zeit. Wir arbeiten an einem Gesamtpaket. Solange es das nicht gibt, ist auch noch nichts fix.‘ Pröll nennt die Gespräche also konstruktiv, betont aber zugleich, dass weitere Klärungen erforderlich sind. Die Formulierung unterstreicht, dass der ÖFB an einer Gesamtstrategie für Vertrag, Struktur und Finanzierung arbeitet.
Rangnicks Vorbehalte: Es geht nicht (nur) ums Geld
Angeblich liegt es nicht am Gehalt, dass Rangnick noch nicht unterschrieben hat. Ihm gehe es vor allem um bessere Struk-turen. Diese Forderung nach strukturellen Verbesserungen bezieht sich offenbar auf organisatorische und sportliche Rahmenbedingungen innerhalb des Verbands und der Nationalmannschaft. Rangnicks Fokus auf Strukturen zeigt, dass finanzielle Anreize allein nicht ausreichen, um den Übungsleiter zur Unterschrift zu bewegen.
Interne Bedingungen im Aufsichtsrat: K.o.-Phase als Vertragsbedingung
Umgekehrt wollen offensichtlich auch manche ÖFB-Aufsichtsratsmitglieder den Vertrag vor der WM nicht ohne Bedingungen unter-schreiben. Sie fordern, dass die Nationalelf bei dem Turnier die K.o.-Phase erreicht. Diese Bedingung für eine vorzeitige Vertragsverlängerung zeigt den sportlichen Leistungsdruck, unter dem das Präsidium und Teile des Aufsichtsrats stehen. Gleich-zeitig macht sie deutlich, dass sportliche Ziele als Teil der Vertragsgestaltung gewichtet werden.
Austria bei der WM: Auftaktgruppe mit Argentinien, Algerien und Jordanien
Österreich spielt in einer Gruppe mit Titelverteidiger Argentinien, Algerien und Jordanien. Die Gruppenkonstellation stellt sportliche Herausforderungen und gleichzeitig Chancen dar, die K.o.-Phase zu erreichen. Gerade gegen den Titelverteidiger wird die Nationalelf in der Gruppenphase gefordert sein, was die Bedeutung der internen Struktur- und Personalfragen zusätzlich erhöht.