Neuer Wolfsburg Trainer Hecking erhöht Druck auf Bayer Leverkusen

VfL-Coach Dieter Hecking erhöht den Druck auf Bayer Leverkusen vor dem schweren Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) und sieht darin zugleich eine Chance für seine abstiegsbedrohte Mannschaft. In der Presserunde am Donnerstag machte Hecking deutlich, dass für Leverkusen ein Sieg gegen Wolfsburg fast Pflicht sei – andernfalls könnten die Champions-League-Plätze außerhalb der Reichweite geraten. Für den Tabellensechsten stehen vor dem 28. Spieltag noch schwierige Aufgaben an, während Wolfsburg mit fünf Zählern Rückstand um den Klassenerhalt kämpft. Hecking fordert defensive Kompaktheit und rückt die pragmatische Zielsetzung in den Mittelpunkt: Spiele gewinnen.

VfL-Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking verfolgt mit verschränkten Armen das Bundesligaspiel gegen SV Werder Bremen am 21. März 2026 in der Volkswagen Arena in Wolfsburg. Stuart Franklin / Getty Images
VfL-Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking verfolgt mit verschränkten Armen das Bundesligaspiel gegen SV Werder Bremen am 21. März 2026 in der Volkswagen Arena in Wolfsburg. Stuart Franklin / Getty Images

Hecking: Leverkusen steht unter Druck — Chance für Wolfsburg

Dieter Hecking betonte in der Presserunde am Donnerstag, dass das Duell in Leverkusen nicht nur seine eigene Mannschaft unter Zugzwang setze, sondern vor allem auch Bayer. „Wenn sie gegen uns nicht gewinnen, werden die Champions-League-Plätze fast schon nicht mehr erreichbar sein für sie“, sagte Hecking am Donnerstag: „Sie haben noch ein schweres Restprogramm, fast gegen alle Mannschaften, die oben mit dabei sind. Also ist das eigentlich für sie ein Pflichtsieg gegen Wolfsburg. Diesen Druck haben sie. Wie sie damit umgehen, weiß ich nicht. Auch sie haben etwas zu verlieren. Das ist auch eine Chance für uns.“

Mit dieser klaren Ansage macht der Übungsleiter Leverkusen verbal Druck und versucht zugleich, seine Spieler mental zu stärken. Gleichzeitig signalisiert Hecking, dass Wolfsburg die Partie als Möglichkeit sieht, den Klassenverbleib aktiv zu beeinflussen.

Tabellensituation: Bayer vor dem 28. Spieltag

Der Tabellensechste Bayer hat vor dem 28. Spieltag vier Punkte Rückstand auf die Königsklasse. Diese Fact-Situation erhöht die Bedeutung des Duells gegen den VfL Wolfsburg, denn jeder Punktverlust könnte die Ambitionen auf die Champions-League-Plätze gefährden. Hecking wies explizit auf das schwere Restprogramm für Leverkusen hin und sprach von Begegnungen „fast gegen alle Mannschaften, die oben mit dabei sind“, die das Rennen um die europäischen Startplätze noch eng machen.

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Für Leverkusen bedeutet das Duell gegen Wolfsburg also nicht nur drei Punkte gegen einen direkten Kontrahenten, sondern auch ein wichtiges Signal im Kampf um die internationalen Plätze.

Wolfsburg im Abstiegskampf: Rückstand und Zielsetzung

Wolfsburg kämpft derweil um den Verbleib in der Bundesliga; der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt bereits fünf Zähler. Diese Tabellensituation macht das Auswärtsspiel in Leverkusen zu einem Pflichtspiel für den VfL, bei dem jeder Punkt wertvoll ist. Hecking versucht, die Mannschaft aus der Druckspirale zu befreien, indem er die Begegnung als Chance darstellt und die Konzentration auf konkrete Aufgaben lenkt.

Gleichzeitig bleibt die sportliche Realität hart: Punkte werden benötigt, um den Abstand zu verkürzen und die Abstiegszone zu verlassen, weshalb die Marschroute klar auf Siege ausgerichtet ist.

Defensive Kompaktheit als Schlüsselfaktor

In taktischer Hinsicht forderte Hecking eine verbesserte defensive Kompaktheit für das Gastspiel in Leverkusen. „In Leverkusen gehe es auch darum, eine defensive Kompaktheit herzustellen“, erklärte der Chefcoach und warnte vor Leverkusens Offensivstärke. „Wenn wir in Leverkusen zehn Torchancen ermöglichen, dann wird es knallen. Da haben sie dann schon die Qualität, mit ihren Offensivspielern uns wehzutun“, sagte Hecking.

Die Aussage unterstreicht, dass Wolfsburg die Räume eng machen und die Zahl der Großchancen begrenzen muss, um gegen technisch starke Offensivspieler nicht in Bedrängnis zu geraten. Defensive Organisation und Abstimmung in der Viererkette und im Mittelfeld stehen damit im Fokus der Vorbereitung.

Zu-null-Serie und pragmatische Ansage des Trainers

Hecking sprach offen auch die laufende Negativserie an: Das letzte Pflichtspiel ohne Gegentor hat Wolfsburg allerdings im Oktober bestritten. Die mangelnde Bilanz bei zu-null-Spielen belastet die Mannschaft, doch der Übungsleiter relativiert den Stellenwert dieser Serie zugunsten von Ergebnissen.

Ob man diesen Negativlauf in Leverkusen durchbrechen werde, „weiß ich nicht“, sagte Hecking, „das ist mir auch egal. Wenn wir 3:2 gewinnen – scheiß auf die Serie. Es geht darum, dass wir Spiele gewinnen.“