Internationale Pressestimmen zum Aus der Bayern gegen PSG – „Handspiel-Drama“:

Nach dem bitteren Aus im Halbfinale der Champions League blickt die internationale Presse auf einen umkämpften Abend in München. Das 1:1 des FC Bayern gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain reichte nach dem spektakulären 4:5 im Hinspiel nicht aus, doch trotz der Münchner Handspiel-Proteste sehen viele Medien einen verdienten Finalisten. Stimmen zum FC Bayern Spiel gegen Paris: Neuer: „Wir waren heute keine Killer“

PSG-Trainer Luis Enrique jubelt am 6. Mai 2026 nach dem Schlusspfiff in der Allianz Arena in München. Mit dem Sieg im Halbfinale-Rückspiel der UEFA Champions League 2025/26 gegen den FC Bayern München sicherte der spanische Coach Paris Saint-Germain den Einzug ins Finale der Königsklasse. (Getty Images)
PSG-Trainer Luis Enrique jubelt am 6. Mai 2026 nach dem Schlusspfiff in der Allianz Arena in München. Mit dem Sieg im Halbfinale-Rückspiel der UEFA Champions League 2025/26 gegen den FC Bayern München sicherte der spanische Coach Paris Saint-Germain den Einzug ins Finale der Königsklasse. (Getty Images)

Frankreich sieht PSG auf Kurs zum zweiten Stern

In Frankreich lobte L’Équipe die besondere Verbindung zwischen Paris Saint-Germain und München. Die Zeitung schrieb: „Die Geschichte des französischen Fußballs wird oft in München geschrieben, und der Rasen der Allianz Arena ist für PSG weiter eine Quelle unendlicher Freude. Seit seinem sensationellen Triumph gegen Inter Mailand am 31. Mai ist der Hauptstadtklub eng mit der bayerischen Hochburg verbunden und hat am Mittwochabend im Rückspiel des Champions-League-Halbfinals mit einem verdienten Unentschieden gegen Bayern München nachgelegt.“

Le Figaro betonte den großen Schritt Richtung Endspiel: „Paris Saint-Germain steht im Finale! In einem äußerst spannenden Spiel mussten die Pariser, die in der Abwehr heldenhaft kämpften, viel leiden. Der zweite Stern war noch nie so nah.“

Spanische Medien feiern Luis Enrique

Auch in Spanien wurde vor allem der PSG-Chefcoach hervorgehoben. Marca schrieb: „Luis Enrique macht München erneut zum heiligen Boden für PSG. Dembélés frühes Tor baute den Vorsprung aus dem Hinspiel weiter aus – Harry Kanes Treffer in der Nachspielzeit kam für Bayern zu spät. Die Pariser verteidigen ihren Titel gegen Artetas Arsenal.“

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Mundo Deportivo ordnete bereits das Endspiel ein: „Luis Enriques PSG trifft am 30. Mai im Champions-League-Finale auf Mikel Artetas Arsenal. In der Puskas-Arena in Budapest kommt es zu einem Duell spanischer Trainer. Während das erste Aufeinandertreffen als eines der besten Spiele aller Zeiten in die Fußballgeschichte eingegangen ist, war das Rückspiel zwischen PSG und Bayern eher von Spannung und Nervosität geprägt.“

Britische und italienische Stimmen zu Elfmeter und Spielverlauf

In England rückte die strittige Szene im Bayern-Strafraum in den Fokus. Die BBC schrieb: „Das Rückspiel im Halbfinale war kein Klassiker wie das Hinspiel in Paris. Bayern war überzeugt, dass ihnen in der ersten Halbzeit ein Elfmeter hätte zugesprochen werden müssen, als Vitinha im Strafraum einen Klärungsball gegen den Arm von Joao Neves schoss, doch laut Regelwerk darf es keinen Elfmeter geben, wenn der Ball von einem Mitspieler gespielt wurde.“

The Guardian stellte den verdienten Finaleinzug der Franzosen heraus: „Paris Saint-Germain trifft im Champions-League-Finale auf Arsenal, weil sie ernst machten, einen schwächelnden FC Bayern neutralisierten und nach dem Ausbau ihrer Führung aus dem Hinspiel kaum ins Wanken gerieten.“

The Sun schrieb: „Der Titelverteidiger ist es also! Die Champions mit einem unersättlichen Appetit darauf, den Engländern eine Niederlage zuzufügen. Nach einem Torfestival mit neun Treffern im Hinspiel gab Paris Saint-Germain im Rückspiel Vollgas, und Bayern München ging kläglich unter.“

Aus Italien hieß es bei Corriere dello Sport: „Das Hinspiel bot Tore, Spektakel und Spannung. Das Rückspiel tat es ihm gleich und fällte das Urteil: Paris Saint-Germain zieht zum zweiten Mal in Folge ins Champions-League-Finale ein. Der FC Bayern muss sich nach dem 1:1 in der Allianz Arena geschlagen geben.“

Österreich und Schweiz sprechen vom verpassten Traum

Auch im deutschsprachigen Ausland überwog der Tenor vom gescheiterten Münchner Traum. Der Kurier schrieb: „Endstation Halbfinale: Die Bayern scheitern an Titelverteidiger Paris SG.“

Die Kronenzeitung formulierte drastischer: „PSG jubelt und stürzt Bayern ins Tal der Tränen. Für Deutschlands Meister um Trainer Vincent Kompany endete der Traum vom Triple vorzeitig. Kane und Co. fanden offensiv nicht die Mittel, um die kompakt verteidigenden Gäste in Bedrängnis zu bringen.“

Die Blick in der Schweiz fasste das Aus mit einer knappen Schlagzeile zusammen: „Bayern scheitert nach Handspiel-Drama.“