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Borussia Dortmund erlebte in Bergamo ein Fußball-Debakel und scheitert bereits in den Champions-League-Playoffs. Der BVB verlor das Rückspiel bei Atalanta 1:4 (0:2) und gab das 2:0 aus dem Hinspiel noch leichtfertig aus der Hand. Die bedenklich schlechte Leistung sorgt für große Sorgen vor dem Bundesliga-Kracher gegen Bayern München und erhöht die Gefahr einer titellosen Saison. Am Freitag (12 Uhr) wird in Nyon ausgelost, Atalanta hingegen droht nun ein Achtelfinalgegner wie der FC Bayern oder der FC Arsenal.

Dortmund scheitert in den Champions-League-Playoffs
Borussia Dortmund schied hochverdient aus der Königsklasse aus, nachdem Gianluca Scamacca (5.), Davide Zappacosta (45.) und Mario Pašalić (57.) Atalanta früh auf die Siegerstraße brachten. Trotz des zwischenzeitigen Anschlusstreffers von Karim Adeyemi (75.) und der Hoffnung auf Verlängerung entschied Lazar Samardžić per Foulelfmeter die Partie noch in der regulären Spielzeit. Die Niederlage bedeutet das Aus für den BVB in dieser Wettbewerbsphase und unterstreicht einen negativen Spielverlauf, in dem Atalanta in Zweikämpfen und in puncto Durchschlagskraft die dominierende Mannschaft war.
Spielverlauf und Schlüsselereignisse
Der Matchbeginn setzte Dortmund sofort unter Druck: Scamacca traf bereits in der fünften Minute und stellte die Weichen früh. Gregor Kobel verhinderte mit einem starken Reflex gegen Nicola Zalewski (24.) das frühe 0:2, doch Dortmund kam lange nicht ins Spiel und hatte erst nach 27 Minuten den ersten Abschluss durch Serhou Guirassy. Kurz vor der Pause nutzte Zappacosta eine unglückliche Abfälschung von Ramy Bensebaini zum 2:0, nach dem Seitenwechsel vergab Maximilian Beier (53.) die große Anschlusschance, ehe Pašalić freistehend per Kopf zum 3:0 traf und damit die Partie praktisch entschied.
Personelle Entscheidungen und Disziplinarisches
Trainer Niko Kovač hatte sein Team eindringlich gewarnt, dass das Weiterkommen keinesfalls sicher sei, doch personelle Veränderungen und Wechsel brachten nicht die gewünschte Wende. Emre Can kehrte in die Startelf zurück, Schlotterbeck saß zunächst auf der Bank; im Verlauf der zweiten Halbzeit brachte Kovač Fábio Silva, Carney Chukwuemeka und später Karim Adeyemi, der sehenswert zum 1:3 traf. Disziplinarisch verschlechterte sich die Lage: Ramy Bensebaini sah nach dem Foul an Nikola Krstović die Gelb-Rote Karte, und Nico Schlotterbeck wurde kurz vor Schluss (90.+8) vom Platz verwiesen, nachdem er auf der Bank glatt Rot gesehen hatte.

Atmosphäre, Fans und Ausblick
Die Partie fand in einem kleinen, engen Stadion mit leidenschaftlicher Kulisse für Atalanta statt; die Bergamo-Fans trieben ihre Mannschaft an und dominierten die Zweikämpfe. Für Dortmund fehlte die übliche Unterstützung der organisierten Ultras, die wegen strenger Sicherheitsvorkehrungen und polizeilicher Maßnahmen auf die Reise verzichtet hatten, sodass die Südtribüne im Westfalenstadion an diesem Abend keinen Einfluss nehmen konnte. Sportlich bleibt die Lage angespannt: In der Bundesliga beträgt der Rückstand auf Bayern acht Punkte, im DFB-Pokal war ebenfalls früh Schluss — und die kommende Auslosung in Nyon am Freitag (12 Uhr) wird endgültig klären, gegen wen Atalanta im Achtelfinale antreten muss.