Der iranische Fußballverband rechnet in der Frage der Visa-Anträge für die Einreise seiner Spieler in die USA zur WM bald mit Klarheit. Vizepräsident Mehdi Mohammad Nabi erklärte am Freitag am Rande des Länderspiels gegen Gambia, das Iran 3:1 gewann, der Verband habe bei der FIFA nach dem Stand der Dinge nachgefragt. Der Weltverband habe daraufhin mitgeteilt, dass die Ergebnisse in dieser Woche kommuniziert würden.

Warten auf die US-Entscheidung
Offen blieb allerdings, ob die US-Entscheidung noch bis Sonntag fallen soll oder ob Nabi mit seiner Aussage die kommende Woche meinte. Für das Team bleibt die Lage mit Blick auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada, die am 11. Juni beginnt, damit weiter ungewiss. Die Spieler hoffen nun auf eine zeitnahe Lösung, nachdem die Einreisefragen zuletzt für zusätzliche Unruhe gesorgt hatten.
Camp in Tucson gestrichen, Tijuana im Fokus
Ursprünglich hatte der Iran sein Vorbereitungscamp in Tucson in Arizona vorgesehen. Mittlerweile planen die Iraner ihr WM-Quartier in Tijuana in Mexiko. Das Problem bleibt jedoch bestehen, denn alle drei Vorrundenspiele werden in den USA ausgetragen. Hinzu kommt die politische Zuspitzung zwischen beiden Staaten: Seit Ende Februar befinden sich die USA und der Iran im Kriegszustand, nachdem die USA und Israel mit Bombardierungen gegen den Iran begonnen hatten. Derzeit gilt zwar eine fragile Waffenruhe, die Unsicherheit im Umfeld des Teams bleibt aber groß.