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Frauen-Nationalmannschaft
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft steht am Dienstag im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich in Nürnberg unter besonderer Beobachtung. Ab 18.15 Uhr ist die Partie live im ZDF zu sehen, und Bundestrainer Christian Wück will dabei an den letzten Auftritt in der Frankenmetropole anknüpfen. Im Mittelpunkt der Vorbereitung stand vor allem eines: das Timing.

Nürnberg als besonderer Ort und ein klarer Fokus im Training
Auf der Abschluss-PK vor dem ersten Spiel des Länderspieldoppelpacks sprach Wück über den Reiz des Standorts und die inhaltliche Arbeit der vergangenen Tage. Wer selbst nicht dort gespielt habe, könne das Besondere an Nürnberg vielleicht nicht ganz nachvollziehen, betonte er. Er hoffe, „das zu wiederholen, was wir beim letzten Spiel gegen Österreich hier in Nürnberg geleistet haben“.
Inhaltlich legte der DFB-Coach den Schwerpunkt im Training auf das präzise Zusammenspiel. „Der Schwerpunkt im Training war das Timing – das Timing im Loslaufen, das Timing im Passspielen. Da haben wir viel mit den Spielerinnen gemacht. Ich bin überzeugt, dass darin der Schlüssel für das Spiel morgen liegen wird“, sagte Wück.
Alle Spielerinnen fit, aber die nächsten Schritte bleiben entscheidend
Personell kann die Auswahl aus dem Vollen schöpfen: „Es sind alle fit. Alle Spielerinnen stehen zur Verfügung. Sie werden gleich alle beim Abschlusstraining dabei sein“, erklärte der Bundestrainer. Auch mit Blick auf die WM spricht er von einer positiven Entwicklung, zugleich aber von offenen Aufgaben.
„Die ersten Schritte sind gemacht und wir sind auf einem guten Weg. Wir haben aber auch zweimal erfahren müssen, dass Fußball nicht planbar ist. Wir haben gegen Spanien zweimal gemerkt, dass noch ein bisschen was fehlt. Es ist alles möglich, doch wir haben auch noch jetzt Aufgaben vor uns, auf die wir uns erstmal konzentrieren müssen“, so Wück. Außerdem äußerte er sich zur Personalie Marie-Louise Eta, die als erste Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga Geschichte geschrieben hat: Er kenne sie noch aus ihrer Zeit beim DFB und wünsche ihr „alles, alles Gute“. Es sei ein positives Zeichen.
Dallmann erwartet ein intensives Nachbarschaftsduell
Auch Linda Dallmann blickte auf das Duell mit Österreich zurück. Die Mittelfeldspielerin empfand vor allem die zweite Halbzeit des letzten Aufeinandertreffens als stark. Für Dienstag fordere die Mannschaft aber eine Leistung über die gesamte Spielzeit. „Das mussten wir uns in der letzten Zeit ankreiden lassen, nicht über die gesamte Zeit da zu sein. Morgen wollen wir die gute Leistung der zweiten Halbzeit direkt nach vorne ziehen“, sagte sie.
Mit dem bisherigen Verlauf der WM-Qualifikation zeigt sich Dallmann zufrieden. Es sei wichtig gewesen, sich eine gute Ausgangslage zu erarbeiten. Die bisherigen Partien seien „furiose Spiele“ gewesen, auch wenn die Resultate deutlicher wirkten, als die Begegnungen tatsächlich gewesen seien. „Dennoch ist es eine super Ausgangslage für uns. So wollen wir auch morgen aufspielen“, meinte sie.
Beim Blick auf den Gegner sprach Dallmann von einem Derbycharakter. Wegen der geografischen Nähe liege diese Einordnung nahe, es handle sich um ein Nachbarschaftsduell, in dem sich viele Spielerinnen aus der Bundesliga kennen. Entsprechend rechnet sie mit einer engen, spannenden Begegnung.
Auch über das eigene Profil in Spielen mit Favoritenrolle äußerte sich Dallmann offen. Solche Partien seien schwierig zu bespielen. Sie finde Lösungen auf engem Raum, habe aber auch nichts dagegen, wenn es hin und her gehe. Gleichzeitig glaubt sie nicht, dass Österreich morgen ein so defensives Spiel wählen wird.
Zum Thema Marie-Louise Eta ergänzte Dallmann, dass immer mehr weibliche Trainerinnen in den Ausbildungsgängen auftauchten. Bei Bayern sei etwa auch Clara Schöne gerade dabei, die Lizenz zu machen. Es sei schön zu sehen, dass immer mehr Frauen vor allem in den Pro-Lizenzen vertreten seien. Genau das sei der Weg, um langfristig mehr Frauen in Männer- und Frauenclubs zu verteilen.
Liveticker heute
Anpfiff
Bundestrainer Christian Wück in der DFB Pressekonferenz nach de rFrage des Wm Titels: „Die ersten Schritte sind gemacht und wir sind auf einem guten Weg. Wir haben aber auch zweimal erfahren müssen, dass Fußball nicht planbar ist. Wir haben gegen Spanien zweimal gemerkt, dass noch ein bisschen was fehlt. Es ist alles möglich, doch wir haben auch noch jetzt Aufgaben vor uns, auf die wir uns erstmal konzentrieren müssen.“
Morgen um 18:15 Uhr geht es los
In knapp 24 Stunden schalten wir ZDF ein – dann läuft live aus Nürnberg die TV-Übertragung. Das ZDF begleitet die Begegnung live aus Nürnberg mit Katja Streso in der Moderation. Als Expertin ordnet Kathrin Lehmann das Geschehen ein, den Kommentar übernimmt Claudia Neumann.