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Trainer Vincenzo Montella erlebt mit der türkischen Nationalmannschaft einen der größten Momente seiner Laufbahn. Nach dem dramatischen Sieg gegen Kosovo im Playoff-Finale und dem damit verbundenen Ticket für die Weltmeisterschaft 2026 spricht der Chefcoach von einer außergewöhnlichen Belohnung für das ganze Land. Gleichzeitig richtet er den Blick bereits auf die besonderen Bedingungen in Nordamerika.

Montella schwärmt von Qualifikation und Euphorie
Im Gespräch mit La Gazzetta dello Sport ordnete der technische Direktor der türkischen Nationalmannschaft die WM-Teilnahme als einen seiner bedeutendsten Karriere-Meilensteine ein. Die Feierlichkeiten nach dem Erfolg über Kosovo habe er als die größte Freude seiner bisherigen Laufbahn erlebt. „Es summiert sich zu anderen außergewöhnlichen Momenten, wie dem Viertelfinale der Europameisterschaft und die Teilnahme an der Liga A der UEFA Nations League. Ein ganzes Volk freut sich und für mich ist das die größte Belohnung“, sagte Montella sichtbar bewegt über die nationale Euphorie.
Hitze in Phoenix, Kälte in Vancouver
Für die Endrunde hat der italienische Übungsleiter bereits konkrete Überlegungen zur Logistik angestellt. Die FIFA hat Phoenix in Arizona als Trainingsstandort vorgesehen, wo Temperaturen von rund 42 Grad Celsius warten. Aus Sicht Montellas kann das sogar ein Vorteil sein, weil die Türken anschließend in Vancouver in Kanada antreten werden, wo deutlich kühlere Bedingungen herrschen. Studien deuteten darauf hin, dass der Wechsel von heiß zu kalt für die körperliche Verfassung günstiger sei als der umgekehrte Weg. Dennoch bleibt für den Coach vieles offen, weil die Form der Spieler nach einer langen Saison im WM-Monat eine entscheidende Rolle spielen wird.
Sorge um Calhanoglu und Lob für Yildiz und Celik
Ein schwerer Rückschlag in der Planung ist die Verletzung von Hakan Calhanoglu. Der Mittelfeldregisseur von Inter Mailand wird voraussichtlich für den Rest der Saison ausfallen, was Montella als schmerzhafte Lücke im Gefüge des Halbmond-Teams beschreibt. Der Kapitän sei für jeden Trainer enorm wichtig, weil er in engen Situationen Sicherheit gebe und mit seinem Spiel immer eine Torchance kreieren könne. Montella hofft auf eine schnelle Rückkehr ins Training und stellte klar, dass ihm die persönliche Zukunft des Profis bei Inter zweitrangig sei, solange der Anführer glücklich und einsatzbereit bleibt.
Gleichzeitig blickt der Nationaltrainer optimistisch auf andere Leistungsträger. Besonders Kenan Yildiz hat ihn beeindruckt, auch wenn der Offensivmann aus Sicht Montellas noch Entwicklungspotenzial besitzt, weil er nie zufrieden sei. Einen Vorteil sieht der Coach darin, falls Luciano Spalletti weiter eine prägende Rolle einnimmt, da dieser hervorragend darin sei, das Maximum aus Talenten herauszuholen. Auch Zeki Celik bekam Anerkennung. Montella bezeichnete den Verteidiger als äußerst nützlich, leistungsstark und vielseitig, als einen Spieler, der für die Statik des türkischen Spiels unverzichtbar ist. Mit dieser Mischung aus erfahrenen Führungsspielern und hungrigen Talenten will die Türkei bei der WM 2026 eine tragende Rolle spielen.