FC Bayern München & die Erklärung des Bayern-Kakadu

Nach dem 4:2 gegen den VfB Stuttgart hat der FC Bayern München nicht nur die 35. Deutsche Meisterschaft gefeiert, sondern auch eine besondere Klub-Tradition neu belebt: der Bayern-Kakadu war wieder mittendrin.

Leon Goretzka (#8) vom FC Bayern München hält die legendäre Kakadu-Porzellanfigur in die Höhe, während das Team die Bundesliga-Meisterschaft nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart in der Allianz Arena in München am 19. April 2026 feiert. (Copyright AFP/Karl-Josef Hildenbrand)
Leon Goretzka (#8) vom FC Bayern München hält die legendäre Kakadu-Porzellanfigur in die Höhe, während das Team die Bundesliga-Meisterschaft nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart in der Allianz Arena in München am 19. April 2026 feiert. (Copyright AFP/Karl-Josef Hildenbrand)

Vor allem Leon Goretzka zog während der Feierlichkeiten in der Allianz Arena die Aufmerksamkeit auf sich, als er die kleine Porzellanfigur präsentierte. Der Kakadu genießt innerhalb der Mannschaft längst Kultstatus – und durfte nach seiner Pause nun erneut mit der Mannschaft feiern.

Vom Zufallsfund zum Glücksbringer

Seinen Ursprung hat der Vogel in der Vorsaison: Bei der Meisterfeier im Münchner Feinkostrestaurant „Käfer“ entdeckten die Bayern-Spieler die Figur als Teil der Dekoration. Spontan nahmen sie den Porzellanvogel mit, machten ihn zu ihrem Maskottchen und tauften ihn später zum Glücksbringer. Im Anschluss schenkte Michael Käfer der Mannschaft den Kakadu offiziell.

Für die Profis ist der kleine Vogel weit mehr als nur ein skurriles Mitbringsel. Goretzka erklärte bei DAZN: „Er hat schon die letztjährigen Feierlichkeiten dominiert und hat jetzt lange warten müssen, dass wir ihn wieder herausgelassen haben aus seinem Käfig.“ Die Regel ist eindeutig: Nur wenn ein Titel gewonnen wird, darf der Kakadu wieder ans Tageslicht und gemeinsam mit dem Team feiern.

Auf seine besonderen „Fähigkeiten“ angesprochen, sagte Goretzka mit einem Augenzwinkern: „Er trinkt Champagner in erster Linie.“ Welche Marke er dabei bevorzugt, verriet der Mittelfeldspieler nicht.

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Auch bei der Klub-WM an Bord

Spätestens als Vincent Kompany den Kakadu neben der Meisterschale platzierte, war klar, dass das Objekt Kultpotenzial besitzt. Seinen festen Status als Glücksbringer erhielt der Porzellanvogel zudem, als er die Mannschaft sogar zur Klub-Weltmeisterschaft in die USA begleitete. Für den Transport wurde eigens eine spezielle Box organisiert – ein Detail, das den Stellenwert der Figur im Team unterstreicht.

Ob der Kakadu in dieser Saison noch häufiger zum Einsatz kommt, bleibt offen. Mit dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen und dem Champions-League-Duell mit Paris Saint-Germain stehen den Münchnern aber noch zwei große Aufgaben bevor. Sollte der nächste Titel folgen, wird der Kakadu wieder ganz vorne mit dabei sein.