Julian Nagelsmann setzt bei der Fußball-WM im Sommer offenbar auf jugendliche Unbekümmertheit. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, beruft der Bundestrainer am Donnerstag bei der Nominierung seines Turnierkaders auch Said El Mala in das 26-köpfige Aufgebot. Der 19 Jahre alte Kölner könnte damit sein WM-Ticket lösen, obwohl er noch kein A-Länderspiel bestritten hat.

Vom U21-Abstecher direkt in den WM-Kader
El Mala war bereits im November für die WM-Qualifikationsspiele gegen Luxemburg, das mit 2:0 gewonnen wurde, und die Slowakei, die mit 6:0 besiegt wurde, nominiert worden. Damals schickte Nagelsmann den Angreifer allerdings noch zur U21, für die er bislang sieben Partien absolviert und dabei ein Tor erzielt hat. Nun soll der Bundestrainer den Youngster nach übereinstimmenden Berichten bereits telefonisch über seine WM-Nominierung informiert haben.
Für El Mala wäre das ein Traum, der in Erfüllung geht. „Es ist das Ziel jedes Fußballers, dass er für die Nationalmannschaft spielen kann. Für Deutschland aufzulaufen, ist eine der schönsten Sachen, die ich mir vorstellen kann. Wäre das nicht Ansporn, würde etwas falsch laufen“, sagte er kürzlich.
Kölns Topscorer überzeugt auch Nagelsmann
Der Offensivspieler ist in dieser Saison mit 13 Treffern und fünf Vorlagen Kölns bester Torschütze. Erst am vergangenen Wochenende schlug er beim 1:5 beim FC Bayern mit einem spektakulären Sololauf über den halben Platz zu und markierte zwischenzeitlich das 1:2. Schon im März hatte Nagelsmann dem Teenager bescheinigt, dass er es bei seinem Einstand im November „ordentlich gemacht“ habe. Gleichzeitig mahnte der Chefcoach mehr Einsatzzeit in Köln an und stellte klar: „Said muss den Anspruch haben, dass er in Köln Stammspieler ist und immer spielt.“ Das ist inzwischen der Fall.