DFB Frauen nach ödem 0:0 – Wück sieht „kleinen Rückschritt“

Christian Wück suchte nach dem 0:0 der deutschen Fußballerinnen gegen Österreich vergeblich nach einem entspannten Gesichtsausdruck. Der Bundestrainer sprach von einem „kleinen Rückschritt“ und bemängelte vor allem die vielen einfachen Fehler seiner Mannschaft. Dennoch bleibt Deutschland in der WM-Qualifikation Tabellenführer der Gruppe A4 und hat das Weiterkommen weiter in der eigenen Hand.

Selina Cerci von Deutschland im Zweikampf mit Louise Schoeffel aus Österreich beim WM-Qualifikationsspiel für die FIFA Frauen-WM 2027 zwischen Deutschland und Österreich im Max-Morlock-Stadion am 14. April 2026 in Nürnberg. (Christian Kaspar-Bartke / Getty Images)
Selina Cerci von Deutschland im Zweikampf mit Louise Schoeffel aus Österreich beim WM-Qualifikationsspiel für die FIFA Frauen-WM 2027 zwischen Deutschland und Österreich im Max-Morlock-Stadion am 14. April 2026 in Nürnberg. (Christian Kaspar-Bartke / Getty Images)

Wück kritisiert Basisfehler

„Es ist immer wieder das Gleiche, wir haben so viele leichte Fehler gemacht“, sagte der 52-Jährige nach der enttäuschenden Nullnummer in Ried. Aus seiner Sicht hatte die DFB-Auswahl an diesem Samstag zu keinem Zeitpunkt überzeugt. Seine Spielerinnen müssten, so Wück, zunächst „verstehen, dass wir unser Basispotenzial auf den Platz bringen müssen“. Erst danach seien „Glanzpunkte“ möglich. Vor allem aber, betonte er, müsse das Team „als Mannschaft einfach zusammen funktionieren – und das geht nur mit den Basics“.

Das Spiel gegen Österreich habe deutlich gemacht, „dass wir noch einiges an Arbeit vor uns haben“. Gleichzeitig wollte Wück die Partie nicht komplett schwarzmalen: Seine Auswahl habe zwar ein „enttäuschendes Spiel“ abgeliefert, „aber wir haben immer noch alles in der eigenen Hand“.

| 18.4.2026-18:00
Österreich Frauen
N S N N N
0 : 0
Endergebnis
Deutschland Frauen
U N S S S

Alles offen vor dem Finale gegen Norwegen

Mit einem Punkt Vorsprung auf Norwegen geht Deutschland als Spitzenreiter der Gruppe A4 in die letzte Phase der WM-Qualifikation. Am 5. Juni könnte das DFB-Team mit einem Sieg gegen die Skandinavierinnen das Ticket für die Endrunde in Brasilien vorzeitig lösen. Nach dem Spiel in Ried sprach Sjoeke Nüsken davon, dass man nun in den Vereinen „ein bisschen durchatmen“ könne. Danach warteten „zwei wichtige Spiele“, die man gewinnen wolle.

Auch Wück richtet den Blick bereits auf die nächste Aufgabe. „So eine Entwicklung geht nicht nur steil nach oben“, sagte er. „Heute sind wir die Treppenstufe, die wir schon oben waren, wieder runtergefallen. Aber wir nehmen Anlauf und wollen weiter nach oben gehen. Solche Spiele“, so Wück, „sind große Lehrmomente für uns, um die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen.“

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