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Am 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten lieferten die Gastgeber in Philadelphia vor dem Spiel zwischen Frankreich und Paraguay eine aufwendig inszenierte Show ab. Nach der Hymne donnerten pünktlich zum Schlussakkord vier Kampfjets über die Arena. Sportlich stand danach vor allem ein zähes Spiel im Mittelpunkt, in dem Paraguay fast ausschließlich auf Abwehr setzte.

Amerikanische Inszenierung mit Jefferson-Zitat
Die Amerikaner lieben Pathos, die Amerikaner lieben Show und oft auch beides zugleich. Das musste nicht jedem gefallen, wirkte in Philadelphia aber eindrucksvoll: Das gesamte Spielfeld war mit einer Plane bedeckt, auf der an die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung erinnert wurde, verfasst von einem gewissen Thomas Jefferson. Danach folgte selbstverständlich die Nationalhymne. Dass exakt zum letzten Ton vier Kampfjets über das Stadion hinwegzogen, passte zur Inszenierung und beeindruckte trotz allem erneut mit ihrer Präzision.
Frankreich müht sich gegen Paraguay
Was sich nach dem Vorspiel zwischen Frankreich und Paraguay auf dem Rasen abspielte, war über weite Strecken schwer anzusehen, weil eine Mannschaft kaum mitzuspielen bereit war. Paraguay verriegelte die eigene Hälfte und ging sehr rustikal zu Werke. Der erste Torschuss der Südamerikaner auf das französische Gehäuse kam erst in der 89. Minute zustande. Die Entscheidung fiel schließlich per Strafstoß, der nach Videobeweis zweifelsfrei war. Genauso eindeutig war die Vollendung von Kylian Mbappé. Rätselhaft blieb dagegen, warum Matías Galarza im Duell mit Mbappé mit einem klaren Schlag gegen den Franzosen davonkam. Der Unparteiische hatte freie Sicht.

Bayern schaut bei Davies und Saibari genau hin
Auch beim FC Bayern dürften an diesem Abend mehrere Blicke nach Kanada und Marokko gegangen sein. Besonders enttäuscht zeigte sich Alphonso Davies nach dem Ausscheiden Kanadas gegen Marokko mit 0:3. Zum Einsatz kam er erneut nicht. „Wir wollten Spieler auf dem Platz haben, die bei 100 Prozent sind. Ich hatte das Gefühl, dass ich noch nicht so weit war“, erklärte er. Jesse Marsch stellte klar: „Es war die richtige Entscheidung für ihn und seine Karriere.“ Für Kanadas Kapitän, der seit Anfang Mai wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel ausfällt, blieb es damit bei einem Kurzeinsatz im Sechzehntelfinale gegen Südafrika, das Kanada 1:0 gewann. Für den FC Bayern ist das alles andere als angenehm. Vielleicht auch deshalb investierte der Klub offenbar 50 Millionen für Nathaniel Brown.

In der 22. Minute des Spiels zwischen Kanada und Marokko zuckten die Münchner ebenfalls zusammen. Ismael Saibari, den die Bayern ebenfalls für rund 50 Millionen Euro verpflichtet haben sollen, saß bereits auf der Bank, als Marokko zum zweiten Mal nacheinander ins WM-Viertelfinale einzog. Wie schwer der künftige Münchner verletzt ist, konnte Mohamed Ouahbi nach der Partie noch nicht sagen. „Er hatte ein bisschen Schmerzen im Oberschenkel“, berichtete der Coach. Die Münchner werden die genaue Diagnose nun aufmerksam verfolgen.