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Der FC Barcelona hat sich ausgerechnet im Clásico bei Real Madrid vorzeitig die 29. spanische Meisterschaft gesichert. Das Team von Hansi Flick gewann am 35. Spieltag der La Liga mit 2:0 und machte die erfolgreiche Titelverteidigung bereits drei Partien vor Saisonende perfekt. Marcus Rashford traf per Traum-Freistoß, Ferran Torres legte nach.

Emotionaler Abend für Flick
Für Flick war der fünfte Titel mit Barca ein besonders bewegender Moment. Wenige Stunden vor dem Anpfiff hatte der Klub mitgeteilt, dass sein Vater Hans verstorben sei. Beide Mannschaften liefen zu Ehren des Deutschen mit schwarzem Trauerflor auf, vor dem 264. Duell der Rivalen wurde zudem eine Schweigeminute abgehalten.
Der frühere Bundestrainer kämpfte sichtbar mit den Tränen, während die Fans seinen Namen riefen. Nach der Partie sagte er: „Es war ein harter Tag für mich. Mein Team ist fantastisch, ich liebe es, es ist wie eine Familie für mich“, sagte ein tief bewegter Flick: „Ich bin stolz, es ist großartig, in diesem Stadion gegen Real Madrid im Clásico den Titel zu gewinnen.“
Rashford trifft früh, Madrid reagiert zu spät
Die Gastgeber begannen druckvoll. Nach einem Foul von Antonio Rüdiger an der Strafraumkante zirkelte Rashford den fälligen Freistoß sehenswert in den linken Winkel und stellte früh auf 1:0. Kurz darauf setzte der frühere Leipziger Dani Olmo mit einer Hackenablage den nächsten Höhepunkt, Ferran Torres schloss die Aktion eiskalt zum 2:0 ab.
Die Madrilenen kamen erst nach diesem Doppelschlag besser ins Spiel. Ihr Auftritt stand ohnehin unter schwierigen Vorzeichen, nachdem der Mannschaftsbus bei der Ankunft am Camp Nou von Barca-Ultras mit Steinen beworfen worden war.
Real weiter ohne Titel, Mbappé fehlt
Für Real Madrid ist es bereits die zweite Saison in Folge ohne Trophäe. Zusätzlichen Wirbel brachte zuletzt der Streit zwischen Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni. Vizekapitän Valverde fiel wegen eines Schädel-Hirn-Traumas aus, Tchouaméni stand dennoch in der Startelf, ebenso Nationalspieler Antonio Rüdiger. Trainer Alvaro Árbeloa musste zudem auf Superstar Kylian Mbappé verzichten, der wegen einer Oberschenkelverletzung nicht auflaufen konnte.
Bei Barcelona saß Robert Lewandowski zunächst nur auf der Bank.