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Der SC Freiburg geht mit großer Vorfreude und viel Selbstvertrauen ins Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Sporting Braga. Nach dem 1:2 aus dem Hinspiel braucht der Sport-Club am Donnerstag um 21.00 Uhr bei RTL eine Aufholjagd, doch Führungsspieler Matthias Ginter denkt schon an den ganz großen Coup. Der 32-Jährige sprach offen davon, den Fans und den langjährigen Klubmitarbeitern das Gefühl eines Titels schenken zu wollen.

Ginter träumt vom Titel
Für Ginter ist der Abend im Europa-League-Halbfinale weit mehr als nur ein weiteres K.o.-Spiel. „Jeder, der im Halbfinale steht, tut alles Menschenmögliche, um ins Finale zu kommen“, sagte der Innenverteidiger vor dem Duell mit den Portugiesen. Vor allem für die Menschen im Klub, die seit Jahren dabei sind, und für die Anhänger wünsche er sich, dass sie einmal „das Gefühl bekommen, einen Titel zu gewinnen“. Das sei „das Größte in der Karriere“, ergänzte der Weltmeister von 2014, und Titel seien „das absolute Highlight, das wünsche ich mir einfach“.
Schusters Plan bleibt unverändert
Trainer Julian Schuster will trotz des Rückstands an der Grundausrichtung seines Teams nichts ändern. „Unsere generelle Ausrichtung ist immer, das Spiel für uns zu entscheiden. Deswegen gibt es da keine Veränderung“, sagte der Coach vor seinem möglicherweise ersten Finaleinzug als Cheftrainer. Gegen Braga forderte er von seiner Mannschaft und auch von den Fans im Stadion „Disziplin und Geduld“.
Gleichzeitig sieht Schuster in dem Ausfall von Yuito Suzuki auch eine Chance für mehr Geschlossenheit. Der Mittelfeldspieler hatte sich am Wochenende beim 1:1 in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. „Natürlich ist es bei jedem schmerzhaft, wenn wir ihn verlieren“, sagte Schuster, betonte aber zugleich: „In diesem Zuge ist es eine Chance für die Mannschaft, nochmal enger zusammenzurücken. Das hat man gespürt.“
Ginters Rezept für den großen Abend
Auch Ginter will die Bedeutung des Spiels nicht zu groß werden lassen. „Grundsätzlich einfach nicht so viel nachdenken. Das kann ein Stück weit hemmen, wenn man sich bewusst wird, wie wichtig das ist“, erklärte der Abwehrchef. Seine Marschroute für Freiburg lautet deshalb, so schnell wie möglich „ins Machen kommen, von Anfang an die Energie auf den Platz bringen und investieren“.
Der 32-Jährige, der in seiner Laufbahn bereits viele große Partien erlebt hat, nicht zuletzt den WM-Titel in Brasilien, setzt auf Klarheit statt Verkrampfung. „Einfach Fußball spielen – so wie wir es gelernt haben und wie es von klein auf Spaß gemacht hat. Das ist immer mein Credo: Sich nicht der Bedeutung klar zu werden, sondern einfach mal machen“, sagte Ginter. Die Freiburger wollen den Rückstand aus dem Hinspiel damit mit derselben Herangehensweise angehen wie jedes andere Spiel auch, nur eben mit dem Ziel, in das Finale einzuziehen.
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UEFA-Ranking & der 5.Champions League Platz: Die Bundesliga hofft auf ein Sieg und Weiterkommen des SC Freiburg heute für wichtige Punkte.