Iranische Fußballerinnen hoffen auf Sicherheit in Australien – WM 2026 in Gefahr?

Die iranischen Nationalspielerinnen Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh haben nach ihrem Asylantrag in Australien Schutz erhalten. Beide äußerten sich dankbar für die Unterstützung in Down Under und verbinden damit die Hoffnung, dort „sicher leben und spielen zu können“. Ob die Nationalmannschaft vom Iran zur WM 2026 fährt, scheint weiterhin unklar.

Die Nationalspielerinnen des Iran stehen am 8. März 2026 im Gold Coast Stadium in einer Reihe und singen die Nationalhymne vor dem Gruppenspiel gegen die Philippinen beim AFC Women's Asian Cup Australia 2026. (Albert Perez / Getty Images)
Die Nationalspielerinnen des Iran stehen am 8. März 2026 im Gold Coast Stadium in einer Reihe und singen die Nationalhymne vor dem Gruppenspiel gegen die Philippinen beim AFC Women’s Asian Cup Australia 2026. (Albert Perez / Getty Images)

Dank an Australien

In einer gemeinsamen Mitteilung bedankten sich die beiden Fußballerinnen bei der australischen Regierung für den „humanitären Schutz und die sichere Zuflucht in diesem wunderschönen Land“. Das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft in dieser schwierigen Phase, so Pasandideh und Ramezanisadeh, gäben ihnen Zuversicht für eine Zukunft, in der sie „sicher leben und Wettkämpfe bestreiten können“.

Asyl im Schatten der Asienmeisterschaft

Ursprünglich hatten sieben Mitglieder des iranischen Teams Asyl in Australien beantragt, weil sie Repressalien in ihrer Heimat fürchteten. Die meisten nahmen ihre Anträge später jedoch zurück. Große Sorge hatte es während der Asienmeisterschaft gegeben, nachdem die Mannschaft im ersten Gruppenspiel Anfang März gegen Südkorea beim 0:3 auf das Singen der Nationalhymne verzichtet hatte.

Letztlich blieben nur Pasandideh und Ramezanisadeh in Australien. Aktivisten warfen den iranischen Behörden vor, Druck auf die Familien der Spielerinnen auszuüben und unter anderem ihre Eltern zu Verhören vorzuladen. Die beiden Profis erklärten, sie wollten sich derzeit vor allem auf ihre Sicherheit, ihre Gesundheit und den Wiederaufbau ihres Lebens konzentrieren; für öffentliche Schilderungen ihrer Erlebnisse fühlten sie sich „noch nicht bereit“.

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