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Medaillenübergabe als Deeskalationsangebot
Gueye erklärte klar und persönlich: „Ich verpflichte mich persönlich, die Medaillen zusammenzutragen.“ Damit stellt sich der Everton-Profi in den Dienst der Spannungsreduzierung zwischen den Verbänden und Fans. Gleichzeitig verteidigte er die sportliche Leistung Senegals: „Ein Fußballspiel gewinnt man auf dem Platz, das haben wir in Marokko getan“, so Gueye. Er betonte, dass Titel auf dem Feld und nicht in Büros entschieden würden und bezeichnete die aktuelle Debatte als „einfach lächerlich“.
CAF-Entscheidung und geplanter Einspruch
Am Dienstag hatte der afrikanische Fußballverband CAF Senegal den Kontinental-Titel aberkannt und das Endspiel mit 3:0 für Marokko gewertet. Noch in der Nacht darauf kündigte der senegalesische Verband an, beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne Einspruch einzulegen. Gueye äußerte sich dazu zurückhaltend: „Wenn es nach mir ginge, hätte ich dem Verband geraten, keine Berufung einzulegen.“
Spielverlauf und Eskalation im Finale
Beim Finale am 18. Januar kam es in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit zu einer umstrittenen Elfmeterentscheidung zugunsten Marokkos, woraufhin die senegalesische Mannschaft zunächst den Platz verließ. Erst nach einer längeren Unterbrechung kehrten die Spieler auf den Rasen zurück, während senegalesische Anhänger Gegenstände aufs Spielfeld warfen und versuchten, den Platz zu stürmen. Der Marokkaner Brahim Diaz verschoss den Strafstoß, kurz darauf traf Papa Gueye zum 1:0. Gueye selbst hatte im Endspiel den gesperrten Kapitän Kalidou Coulibaly vertreten.