In der neuesten Folge unseres WM 2026 Podcasts „Der 5. Stern“ nehmen wir den deutschen WM-Auftakt unter die Lupe: Das 7:1 gegen Curacao in Houston sah auf dem Papier makellos aus, doch erzählt das Ergebnis wirklich die ganze Wahrheit? Wir sprechen über Manuel Neuers Rekord-Comeback, das Torfestival und die Abwehrwackler, die zum Warnschuss vor der Elfenbeinküste werden.
WM 2026 Podcast: „Deutschland gewinnt mit 7:1 gegen Curacao und trotzdem ein Warnschuss“
Neuers Rekord-Comeback mit 40 Jahren
709 Tage nach seinem letzten Einsatz kehrte Manuel Neuer ins DFB-Tor zurück und ist mit 40 Jahren nun der älteste deutsche Nationalspieler der Geschichte.
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Torfestival mit Schönheitsfehler
Felix Nmecha bringt Deutschland in der 6. Minute in Führung, ehe Livano Comenencia mit dem ersten WM-Tor Curacaos zum 1:1 ausgleicht. Danach drehen Schlotterbeck, ein Havertz-Doppelpack, Musiala, Brown und Joker Undav auf.
Warnschuss vor der Elfenbeinküste
Beim 1:1 offenbarte die Abwehr um Tah, Schlotterbeck und Kimmich eine Fehlerkette. Nächster Gegner am 20. Juni ist die Elfenbeinküste.
Themen dieser Folge
Deutschland 7:1 Curacao: makelloses Ergebnis oder Mogelpackung?
Nmechas frühe Führung
Comenencias erstes WM-Tor (1:1)
Havertz-Doppelpack und das 3:1
Musiala, Brown und Undav
Neuers Rekord-Comeback
Abwehrwackler beim Gegentor
Ausblick Elfenbeinküste
Curacaos Außenseitermoment
Weiterführende Links & Infos von fussballnationalmannschaft.net
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Transkript
[00:00:00] Sprecher 1: Willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Podcasts „Der 5. Stern“, täglich Nationalelf und WM 2026 News, am heutigen 15. Juni. Wenn wir heute Morgen auf die Spielberichte der Nacht schauen, also das 7:1-Endergebnis aus Houston, sah das auf dem Papier nach einem völlig makellosen Start aus. Ein echtes Torfestival.
[00:00:21] Sprecher 2: Richtig. Unsere Mission heute ist es ja, herauszufinden, ob dieses Ergebnis wirklich die ganze Wahrheit erzählt. Der Auftritt war nämlich eher wie so ein Raketenstart, der nach den ersten Metern kurz mal ins Stottern geriet.
[00:00:37] Sprecher 1: Exakt so fühlte es sich an. Die Triebwerke haben erst später richtig gezündet. Gehen wir das chronologisch durch. Felix Nmecha macht in der sechsten Minute gleich die frühe Führung. Da schien eigentlich alles nach Plan zu laufen. Bis zur 21. Minute: Da fällt durch Livano Comenencia dieser völlig unerwartete Ausgleich für Curaçao. Ein Moment, in dem das Stadion kurz den Atem angehalten hat.
[00:00:58] Sprecher 2: Man sagt ja im Fußball oft, so ein früher Hallo-Wach-Moment gegen einen nominellen Zwerg zu Beginn eines Turniers ist insgeheim ein versteckter Segen. Er schärft zumindest die Sinne.
[00:01:10] Sprecher 1: Klar. Die Mannschaft musste sofort reagieren, und Nico Schlotterbeck sorgt in der 38. Minute für die erneute Führung. Und Kai Havertz beruhigt kurz vor der Pause per Elfmeter zum 3:1 noch mal die Nerven. In der zweiten Hälfte haben sie es dann souverän ausgespielt: Jamal Musiala direkt nach Wiederanpfiff in der 47. Minute, dann Nathaniel Brown in der 68. Und als Joker, der eingewechselt kam, traf Deniz Undav in der 78. ebenfalls direkt. Havertz setzt in der 88. den Schlusspunkt.
[00:01:41] Sprecher 2: Sieben Tore in so einem Spiel, das nimmt man als Trainer gerne mit.
[00:01:45] Sprecher 1: Auf jeden Fall. Wenn wir auf die Startelf blicken, die diesen Sieg geschafft hat: Neuer, Brown, Schlotterbeck, Tah und Kimmich bildeten die Defensive. Die Eingewechselten wie Undav, Raum, Rüdiger, Goretzka und Anton haben sich dann nahtlos eingefügt. Aber wir müssen über Manuel Neuer reden. 709 Tage nach seinem letzten Einsatz stand er wieder im DFB-Tor und ist mit seinen 40 Jahren nun der älteste deutsche Nationalspieler der Historie. Eine unfassbare Hausnummer im Weltfußball.
[00:02:15] Sprecher 2: Wobei ich da kurz einwerfen muss: Beim 1:1 sahen seine Vorderleute durch individuelle Fehler von Tah, Schlotterbeck und Kimmich nicht gerade wie ein unüberwindbares Bollwerk aus. Da fehlte die Abstimmung teilweise völlig. Das war eine einzige Fehlerkette vor dem Gegentor.
[00:02:31] Sprecher 1: Braucht diese neu formierte Defensive trotz Neuers Routine hinten drin vielleicht einfach noch Zeit, um sich richtig zu finden? So ein Turnierauftakt bringt immer extrem viel Druck mit sich.
[00:02:42] Sprecher 2: Aber diese Wackler müssen sie schnellstens abstellen. Vor allem, wenn man auf das andere Ergebnis unserer Gruppe E schaut: Die Elfenbeinküste gewinnt gegen Ecuador mit 1:0. Und genau diese Elfenbeinküste ist der nächste Gegner am Samstag, den 20. Juni. Da darf einen das 7:1 gegen den kleinsten WM-Teilnehmer echt nicht blenden. Die Elfenbeinküste ist physisch enorm stark aufgestellt und verzeiht solche defensiven Nachlässigkeiten im Spielaufbau nicht so leicht wie Curaçao. Das wird der erste wahre Gradmesser für das Team.
[00:03:17] Sprecher 1: Zum Abschluss noch ein Gedanke, den man bei all der deutschen Dominanz heute nicht übersehen sollte: Die schönste Geschichte dieses Abends gehört für mich irgendwie dem Verlierer.
[00:03:27] Sprecher 2: Du meinst das Tor von Curaçao?
[00:03:29] Sprecher 1: Richtig. Das allererste WM-Tor in der Geschichte dieser kleinen Inselnation beweist doch, dass der moderne Fußball auf der größten Bühne immer noch Platz für diese romantischen Außenseitermomente bietet.
[00:03:42] Sprecher 2: Historischer Moment für die Insel, das nimmt den Spielern niemand mehr. Ein toller Schlusspunkt für heute.
[00:03:47] Sprecher 1: Wir bedanken uns bei dir fürs Zuhören an diesem Morgen. Und bis zur nächsten Folge.