WM 2026 Debatte: Oke Göttlich legt nach und fordert DFB-Positionierung

In der WM 2026 Debatte hat Oke Göttlich seine Forderung nach einer klaren DFB-Positionierung erneuert. Das Präsidiumsmitglied und FC St. Pauli-Präsident sagte bei NDR 90,3, der Verband müsse eine Haltung zu Menschenrechten und Politik einnehmen. Er stellte klar, dass er keinen Boykott des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) fordert, sondern Denkanstöße geben wolle. Gleichzeitig forderte Göttlich eine kommunikative Vorbereitung des DFB auf mögliche Diskussionen rund um das Großereignis.

FIFA Fußball WM 2026 in USA, Mexiko & Kanada
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Göttlich fordert klare DFB-Position

Oke Göttlich betonte, ein großer Sportverband wie der DFB müsse „eine Meinung und eine Haltung“ haben. Er stellte die Frage nach der Verbandslinie, wenn die Nationalmannschaft ins Ausland fährt: „Wenn man in ein Land fährt, das Krieg führt, wo Menschen auf der Straße erschossen werden, dann muss man sich zumindest Gedanken machen: Was ist unsere Verbandslinie, wenn wir da hinfahren?“ Damit rückt Göttlich Menschenrechte, Integration und Diversitätsfragen in den Kontext einer sportpolitischen Debatte um die WM 2026.

Keine Boykott-Forderung, aber Denkanstöße

Göttlich machte deutlich, dass es ihm nicht um einen Boykott gehe, sondern um gesellschaftliche und kommunikative Aspekte: „Ich würde nie von Spielern verlangen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Aber als Verein haben wir eine Meinung und eine Haltung.“ Er sieht den Sport als Plattform für Integration, Spaß und Diversität und fordert, dass sich der Verband entsprechend positioniert. Seine Forderung zielte auf eine Vorbereitung: „Fahren wir dahin? Wie fahren wir dahin? Wenn wir hinfahren: Was ist die Aussage?“

Reaktionen aus dem DFB und Göttlichs Antwort

Der DFB sprach sich gegen einen Boykott der WM aus, und DFB-Präsident Bernd Neuendorf kritisierte Göttlichs Vorstoß mit den Worten: „Der Kollege ist noch nicht so lange dabei.“ Göttlich zeigte sich über die Reaktionen erstaunt: „Ich dachte: Das ist der größte Sportverband der Welt, der hat sich doch wohl kommunikativ Gedanken gemacht.“ Zugleich setzte er einen Seitenhieb gegen Neuendorf: „Ich glaube, Herr Neuendorf ist kürzer im Amt, als ich es in einem Funktionärsamt im deutschen Fußball bin.“

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