Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Herkunft: Geboren und aufgewachsen in Hamburg, familiäre Wurzeln in Ghana
- 2 Vorfreude und Surrealität vor dem Länderspiel gegen Deutschland
- 3 Doppelte Identität: Deutsche Mentalität und ghanaische Verbundenheit
- 4 Entscheidung für Ghana und die Rolle von Nationaltrainer Otto Addo
- 5 Aufnahmeritual in der Nationalelf: Der Azonto-Tanz

Herkunft: Geboren und aufgewachsen in Hamburg, familiäre Wurzeln in Ghana
Derrick Köhn wurde in Hamburg geboren und wuchs dort auf; seine Eltern stammen aus Ghana. Diese biografische Verbindung bleibt zentral für seine Identität und erklärt, warum der heute für Ghana spielende Profi sowohl deutsche als auch ghanaische Bezüge hat. Die Herkunft ist damit nicht nur eine Fußnote, sondern prägt Köhns Weg in Klub und Nationalelf.
Vorfreude und Surrealität vor dem Länderspiel gegen Deutschland
Das bevorstehende Länderspiel Ghana gegen die deutsche Nationalmannschaft empfindet Köhn als besondere Situation: „Es ist ein bisschen surreal, aber die Vorfreude ist riesig“, sagte der Profi vom Bundesligisten Union Berlin bei dfb.de. Die Partie findet am Montag um 20.45 Uhr statt und wird live in der ARD übertragen; Austragungsort ist Stuttgart. Dennoch bleibt für Köhn die Erwartungshaltung klar: Er freut sich auf das Match und die Atmosphäre im Stadion.
Doppelte Identität: Deutsche Mentalität und ghanaische Verbundenheit
Köhn beschreibt seine innere Zerrissenheit zwischen zwei Kulturen offen: Er habe „auch die deutsche Mentalität in mir. Gleichzeitig fühle ich mich Ghana durch meine Eltern sehr verbunden, es ist in besonderem Sinn mein Mutter- und mein Vaterland“, meinte Köhn. Zwei Seelen wohnten in seiner Brust, für seine gesamte Familie sei das Spiel „speziell“, es kämen „jede Menge Freunde und Bekannte“ ins Stadion nach Stuttgart. Gleichzeitig betont er, dass die Verbindung zu beiden Ländern Bestandteil seiner Persönlichkeit ist.
Entscheidung für Ghana und die Rolle von Nationaltrainer Otto Addo
Obwohl Köhn auch deutsche Wurzeln hat, fiel seine Entscheidung zugunsten Ghanas. Er schreibt diese Wahl vor allem Nationaltrainer Otto Addo zu, der ebenfalls aus Hamburg stammt. Köhn sagte dazu: „Die Gespräche mit ihm haben eine entscheidende Rolle gespielt.“ Die persönliche Beziehung zu Addo reicht laut Köhn weiter zurück: Die Verbindung zu Addo sei schon zu gemeinsamen Zeiten beim HSV „besonders“ gewesen, „ich war sehr inspiriert von ihm“.
Aufnahmeritual in der Nationalelf: Der Azonto-Tanz
Beim Aufnahmeritual in Ghanas Nationalelf konnte Köhn seine Verbundenheit zu dem Land in Westafrika mit einer besonderen Aktion unter Beweis stellen: Er musste tanzen. „Der Tanz, der von mir gefordert wurde, war der Azonto. Den kann in Ghana jeder“, erklärte er. „Ich kann ihn auch, leidlich allerdings, muss ich gestehen. Wir haben in unserer Gegend viel ghanaische Musik gehört und auch danach getanzt.“