Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF steigt als neuer Turniersponsor in die Fußball-WM 2026 ein. Der Deal mit der FIFA umfasst mehrere Tochtergesellschaften des Fonds, darunter die Savvy Games Group und Qiddiya City. Das Turnier findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt.

PIF baut Präsenz im Weltsport aus
Die FIFA bestätigte die Partnerschaft und ordnete den Staatsfonds damit in ihre dritte Sponsorenkategorie ein. PIF-Vertreter Mohamed AlSayyad erklärte: „PIF baut seine globale Präsenz im Sportbereich weiter aus, wobei Fußball im Zentrum dieses Wachstums steht.“
Zur ersten Kategorie der FIFA-Partner gehören Unternehmen wie adidas, Coca-Cola und Visa, seit 2024 auch der saudische Ölkonzern Aramco. In der zweiten Kategorie sind Firmen aus den drei WM-Gastgeberländern USA, Mexiko und Kanada zusammengefasst.
Rückzug aus LIV Golf sorgt für neuen Kontext
Für Aufmerksamkeit sorgte zuletzt auch der Ausstieg des Staatsfonds aus der umstrittenen Golfserie LIV-Tour. PIF stoppte seine milliardenschwere Unterstützung und finanziert LIV nur noch für den Rest des Spieljahres bis Ende August. Zur Begründung hieß es: „Die erheblichen Investitionen, die LIV Golf langfristig benötigt, sind nicht mehr mit der aktuellen Phase der Investitionsstrategie von PIF vereinbar“.
PIF hatte erst kürzlich seine neue Strategie für den Zeitraum 2026 bis 2030 vorgestellt, der Sport wurde darin nicht erwähnt. Saudi-Arabien hat in den vergangenen Jahren massiv in verschiedene Disziplinen investiert, vor allem in Fußball, Formel 1, Boxen, Tennis, E-Sport und Golf. Im vergangenen Jahr wurde das Land zudem als Gastgeber der Fußball-WM 2034 ausgewählt.