Kai Havertz hat den FC Arsenal mit einem späten Treffer in Richtung Halbfinale der Champions League geführt. Beim 1:0 im Viertelfinal-Hinspiel bei Sporting Lissabon erzielte der Nationalstürmer in der ersten Minute der Nachspielzeit das entscheidende Tor und bringt sich damit sogar für den zweiten Königsklassen-Titel in Stellung. Bereits 2021 hatte er im Finale mit dem 1:0 für den FC Chelsea gegen Manchester City den Unterschied gemacht.

Später Stich in Lissabon
Für Arsenal, das am Mittwoch kommender Woche im Rückspiel in London gute Karten besitzt, war Havertz’ Tor gleichbedeutend mit einem wichtigen Schritt in Richtung Runde der letzten vier. Die Gunners wollen ihren ersten Titel in der Champions League und hatten im Vorjahr im Halbfinale gegen den späteren Sieger Paris Saint-Germain das Nachsehen. In Lissabon wurde Havertz in der 70. Minute eingewechselt und traf wenig später mitten ins Herz der Gastgeber.
Vor dem Auftritt in Portugal hatte Arsenal am Samstag im FA Cup eine Blamage erlebt und war am Zweitligisten FC Southampton gescheitert. Im Achtelfinale der Königsklasse hatten die Londoner zuvor den deutschen Vizemeister Bayer Leverkusen ausgeschaltet.
Arsenal wächst nach mäßigem Start hinein
Die Partie begann für den Favoriten allerdings holprig. Drei Tage nach dem Aus im FA Cup fanden die Gunners zunächst nur schwer in ihren Rhythmus. Sporting setzte früh ein Ausrufezeichen: Maxi Araujo traf nach einem starken Zuspiel von Ousmane Diomande nur die Latte (6.). Arsenal wurde anschließend gefährlicher, vor allem nach Standards. Eine Ecke von Noni Madueke segelte direkt an die Latte (15.).
Danach verflachte das Spiel zunehmend. Nach dem Seitenwechsel gingen beide Teams kein großes Risiko ein. Ein Treffer von Martin Zubimendi wurde in der 63. Minute wegen einer klaren Abseitsposition im Vorfeld zurückgenommen. Der späte Schlag von Havertz entschied schließlich das enge Duell zugunsten der Londoner.