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Der FSV Mainz 05 hat sich mit zwei frühen Traumtoren eine glänzende Ausgangsposition für das Halbfinale der Conference League erarbeitet. Im Viertelfinal-Hinspiel besiegten die Rheinhessen Racing Straßburg am Donnerstagabend mit 2:0 (2:0) und können vom Endspiel in Leipzig träumen.

Traumstart bringt Mainz auf Kurs
Kaishu Sano (11.) und Stefan Posch (19.) trafen mit sehenswerten Abschlüssen und legten damit den Grundstein für einen Europapokalabend, der in Mainz noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Für den FSV war es nicht nur ein überzeugender Auftritt, sondern auch ein historischer: Zum ersten Mal überhaupt erreichte der Klub in einem europäischen Wettbewerb die Runde der letzten acht.
Auch in der Bundesliga hat sich die Mannschaft zuletzt stabilisiert und ist inzwischen seit neun Pflichtspielen ungeschlagen. Im Halbfinale würde Mainz voraussichtlich auf Rayo Vallecano treffen; die Spanier setzten sich gegen AEK Athen ebenfalls klar mit 3:0 (2:0) durch.
Fischer fordert Leistung statt Träume
Vor der Partie hatte Urs Fischer bei RTL betont: „Hoffentlich träumen sie, das gehört dazu“. Entscheidend sei aber vor allem, „dass du eine Leistung abrufst“, erklärte der Schweizer. Auf Jae-sung Lee musste der Coach kurzfristig verzichten, der Offensivspieler fiel wegen einer Zehenverletzung aus; für ihn stand Sota Kawasaki in der Startelf.
Mainz reagierte auf den Ausfall souverän und erwischte vor 32.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena den idealen Beginn. Sano zog von links nach innen, sein abgefälschter Schuss sprang über den Innenpfosten ins rechte Kreuzeck. Straßburg bemühte sich um eine Antwort, fand gegen die gut organisierte Mainzer Defensive aber kaum Lösungen.
Posch setzt den nächsten Akzent
Dann folgte der zweite Höhepunkt: Nach einer Ecke nahm sich Posch den Ball volley und ließ Keeper Mike Penders mit seinem Abschluss keine Chance. Straßburg kam zwar offensiv immer wieder zu Ansätzen, doch Mainz blieb stabil und verpasste durch Paul Nebel (34.) sowie Phillip Tietz (36.) weitere Treffer.
Auch nach dem Seitenwechsel behielt der FSV zunächst die Kontrolle. Tietz hatte in der 49. und 53. Minute gute Möglichkeiten, auf der Gegenseite scheiterte Julio Enciso mit dem möglichen Anschlusstreffer (57.). In der Schlussphase ließ der Mainzer Offensivdrang etwas nach, dennoch blieb das Team diszipliniert, während Straßburg noch zu mehreren Torgelegenheiten kam.