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Fußball heute Champions League: Tottenham mit 2:5 gegen Atletico – bereits nach 17 Minuten änderte sich das Spiel durch einen ungewöhnlichen Torhüterwechsel. Igor Tudor brachte Antonin Kinsky von Beginn an, musste den 22-jährigen Tschechen aber nach zwei gravierenden Patzern gegen Marcos Llorente (6.) und Julian Alvarez (15.) auswechseln. Guglielmo Vicario kam für Kinsky und das frühe 0:2 prägte den weiteren Spielverlauf, Tottenham verlor das Achtelfinal-Hinspiel deutlich. Tudor verteidigte seine Entscheidung und betonte gleichzeitig die schwierige Lage der Mannschaft.

(Foto: Gareth Evans/News Images)
Früher Torhüterwechsel prägt Spielverlauf
Der Spielverlauf in Madrid nahm früh eine entscheidende Wendung: Vor dem 1:0 durch Marcos Llorente rutschte Antonin Kinsky mit dem Ball am Fuß weg (6.), kurz darauf unterlief dem 22-Jährigen bei einem Passversuch ein weiterer schwerer Fehler, Julian Alvarez nutzte die Situation zum 2:0 (15.). Nach 17 Minuten zog Interimscoach Igor Tudor die Notbremse und brachte Guglielmo Vicario zwischen die Pfosten. Dieser frühe Wechsel ist selbst für Tudor ein Novum: „Ich bin seit 15 Jahren Trainer und habe so etwas noch nie gemacht. Es war notwendig, um den Spieler und die Mannschaft zu schützen.“
Tudors Erklärung und interne Reaktion
Tudor verteidigte seine Vorausswahl, Kinsky von Beginn an aufzustellen, als „die richtige Entscheidung“ angesichts der aktuellen Situation der Spurs. Zugleich erklärte er, dass Vicario in einem anderen Wettbewerb „unter Druck“ stehe und bezeichnete Kinsky als „ein sehr guter Torwart“. Tudor räumte ein, dass die Mannschaft für den schwachen Start in die Partie bezahlt habe: „Leider seien diese Fehler gerade in diesem wichtigen Spiel passiert. Das war zu viel für uns.“ Er betonte zudem die Solidarität im Kader: „Kinsky habe es leidgetan, wir stehen hinter ihm, wir halten alle zusammen. Es geht nie um einen einzelnen Spieler.“
Konsequenzen für die Liga und Tudors Lage
Neben dem Rückschlag in der Champions League verschärft sich Tottenhams Lage in der Premier League. Die Spurs stehen derzeit auf Platz 16 und müssen um den Klassenerhalt bangen. Tudor verlor nach seiner Amtsübernahme von Thomas Frank seine ersten drei Ligaspiele. Zur eigenen Zukunft wollte er sich nicht äußern und konzentrierte sich auf die Arbeit: „Ich muss weiterarbeiten. Nicht zu viel reden, sondern mich auf die Dinge konzentrieren, die wir tun können“, sagte er bei TNT Sports. „Es ist unglaublich schwierig, all diese Dinge zu erklären. Ich habe so etwas zum ersten Mal in meiner 15-jährigen Karriere erlebt. Ich konzentriere mich auf die Probleme, die Spieler auch. Wir müssen positiv bleiben.“