Beim FC Bayern soll die Zukunft von Manuel Neuer nun zügig geklärt werden. Nach dem bitteren Aus in der Champions League drängen die Münchner darauf, spätestens vor dem DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart Klarheit zu haben.

Während der Blick in München noch auf den möglichen Double-Gewinn gerichtet ist, arbeiten die Verantwortlichen im Hintergrund bereits an den Planungen für die nächste Saison. Im Zentrum steht dabei eine der wichtigsten Personalien überhaupt: Manuel Neuer.
Der Vertrag des 40 Jahre alten Kapitäns läuft im Sommer aus. Zuletzt hatte vieles darauf hingedeutet, dass der Rekordmeister und sein Torhüter die Zusammenarbeit um ein weiteres Jahr fortsetzen werden.
Bayern will die Hängepartie vermeiden
Sportdirektor Christoph Freund machte nun unmissverständlich klar, dass der Klub keine unnötige Verzögerung mehr möchte. „Wir haben immer gesagt, dass wir es nicht endlos herauszögern wollen“, sagte der Österreicher gegenüber Sky.
Gleichzeitig stellte Freund heraus, dass Neuer selbst den Takt vorgibt. „Manu ist der entscheidende Faktor“, betonte der Bayern-Sportdirektor.
Besonders aufhorchen ließ seine Aussage mit Blick auf das Pokalfinale am 23. Mai gegen Stuttgart. Auf die Frage, ob bis dahin eine Entscheidung fallen solle, antwortete Freund: „Es geht in diese Richtung, davon gehe ich aus.“ Er ergänzte: „Die Saison neigt sich dem Ende, das ist unser Ziel.“
Laut kicker steht Neuer bereits kurz vor einer Verlängerung. Dem Bericht zufolge könnte der Deal schon in der kommenden Woche offiziell gemacht werden.
Urbig als Teil der Planung
Intern gilt eine Fortsetzung der Zusammenarbeit weiterhin als wahrscheinlich. Spätestens nach Neuers starken Auftritten in der Champions League, vor allem im Viertelfinale gegen Real Madrid, hatte die Debatte um seine Zukunft nochmals an Fahrt aufgenommen.
Sollte der Weltmeister von 2014 tatsächlich unterschreiben, würde er in seine 16. Saison beim FC Bayern gehen. In den Verhandlungen geht es dabei nicht nur um das künftig niedrigere Gehalt des Keepers, sondern auch um die Perspektive von Jonas Urbig.
Der 22-Jährige wird an der Säbener Straße als langfristige Nummer 1 aufgebaut und soll in der kommenden Spielzeit deutlich häufiger zum Einsatz kommen. Schon in dieser Saison erhielt der frühere Kölner wiederholt seine Chancen.
Damit deutet vieles auf ein Modell hin, bei dem Neuer noch einmal verlängert und gleichzeitig schrittweise mehr Verantwortung an Urbig abgegeben wird.