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Nagelsmann: Debatte um Homosexualität sei schade
Julian Nagelsmann wünscht sich im Umgang mit Homosexualität im Fußball endlich Normalität. „Ich finde es sehr schade, dass wir darüber immer noch diskutieren müssen“, sagte der Bundestrainer bei RTL/ntv anlässlich des Coming-outs des U19-Trainers Christian Dobrick vom Bundesligisten FC St. Pauli. Die Aussage des Bundestrainers war eine klare Reaktion und ein deutliches Statement in der aktuellen öffentlichen Diskussion.
Reaktion auf das Coming-out von Christian Dobrick
„Ich finde es sehr gut, dass er diesen Schritt gegangen ist“, betonte Nagelsmann und berichtete: „Ich habe selber homosexuelle Freunde im Freundeskreis und weiß wie es ist, lange Zeit das Gefühl zu haben, nicht darüber sprechen zu können. Welche Qual es bedeutet, es nicht ausleben zu können. Durch die Gespräche im Freundeskreis weiß ich auch, wie befreiend es ist, wenn man es ausgesprochen hat.“ Nagelsmanns Kommentar fungierte damit sowohl als persönliche Einordnung als auch als Reaktion auf das öffentliche Ereignis rund um Dobrick und den FC St. Pauli.
Appell für Normalität und Mut im Fußball
Grundsätzlich sei es doch so, meinte Nagelsmann: „Es ist etwas Normales. In der Gesellschaft ist Homosexualität verankert, im Fußball dauert es noch. Das finde ich nicht richtig.“ Damit verband der Bundestrainer eine Einordnung der gesellschaftlichen Lage mit einer Kritik an der langsamen Entwicklung innerhalb des Fußballs. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung von Vorbildern und mutigen Personen in diesem Prozess: „dass es mutige Menschen gibt, die es öffentlich machen. Ich hoffe, dass viele andere nun den Mut zusammennehmen und wir irgendwann nicht mehr darüber diskutieren müssen.“