ARD Experte Bastian Schweinsteiger nennt seine WM 2026 Wunschelf

Bastian Schweinsteiger hat für die WM 2026 seine persönliche Wunsch-Startelf benannt und dabei mit einer Personalie für Aufsehen gesorgt. Der Weltmeister von 2014 setzt im Angriff auf mehrere bekannte Namen, überrascht auf dem linken Flügel aber mit Chris Führich. Nach Schweinsteigers Vorstellung soll außerdem ein Bayern-Juwel eine Rolle spielen.

TV-Moderatorin Esther Sedlaczek und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger vor dem DFB-Pokal-Halbfinale zwischen DSC Arminia Bielefeld und Bayer 04 Leverkusen in der Schueco Arena in Bielefeld am 1. April 2025. (Christof Koepsel / Getty Images Europe via Getty Images)
TV-Moderatorin Esther Sedlaczek und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger vor dem DFB-Pokal-Halbfinale zwischen DSC Arminia Bielefeld und Bayer 04 Leverkusen in der Schueco Arena in Bielefeld am 1. April 2025. (Christof Koepsel / Getty Images Europe via Getty Images)

In gut einem Monat beginnt die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Selten waren beim DFB-Team so kurz vor dem Turnierstart so viele Positionen offen wie diesmal, weshalb Julian Nagelsmann bis zum Auftaktspiel noch reichlich Arbeit vor sich hat. Im Interview mit der Sport Bild äußerte sich nun Schweinsteiger zur Aufstellungsfrage und sorgte mit seiner Auswahl für reichlich Gesprächsstoff.

Die Deutschland-Aufstellung von Bastian Schweinsteiger im Überblick:

Baumann – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum – Goretzka, Pavlovic – Musiala, Wirtz, Führich – Havertz.

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Führich als Überraschung auf links

In der Offensive baut Schweinsteiger nicht nur auf Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz, sondern auch auf Chris Führich. Zu seiner Entscheidung erklärte er: „Er hat sich bei Stuttgart gut entwickelt und bringt immer etwas mit, was schwierig zu verteidigen ist“.

Der VfB-Profi wurde bei den letzten Länderspielen erst nach mehreren Absagen nachnominiert, zählt aber immerhin zu den wenigen deutschen Offensivkräften, die derzeit wirklich in Form sind. Obwohl er beim VfB in der Hinrunde oft auf der Bank saß, kommt Führich in der laufenden Bundesliga-Saison auf starke sieben Tore und sieben Assists und bleibt ein permanenter Unruheherd.

Zusätzlichen Rückenwind könnte er daraus ziehen, dass Serge Gnabry verletzungsbedingt ausfällt und Leroy Sané bei Galatasaray eine sehr durchwachsene Saison absolviert.

Auch Leweling und Karl auf Schweinsteigers Zettel

Schweinsteiger hat zudem einen weiteren Stuttgarter im Blick. „Eine Alternative wäre Jamie Leweling auf der rechten Seite. Wenn man defensiv spielen will, kann man auch Leweling für Musiala bringen“, stellte er klar. Damit hätte Deutschland im Idealfall ein Flügelduo vom VfB Stuttgart.

Ganz klar berücksichtigt Schweinsteiger auch Bayern-Talent Lennart Karl. „Er hat in seinen zwei Länderspielen einen sehr positiven Eindruck gemacht. Den musst du einfach spielen lassen“, sagte die Bayern-Legende. Gemeint sind dabei allerdings eher Joker-Einsätze als ein Platz in der Anfangsformation.

Dass Nagelsmann in den viel diskutierten Rollengesprächen Akteuren wie Führich oder Leweling tatsächlich eine Startelfgarantie in Aussicht gestellt hat, darf bezweifelt werden. Abgesehen von diesem Punkt dürfte Schweinsteigers Gedankenspiel der tatsächlichen Besetzung aber ziemlich nahekommen.

Rüdiger nur auf der Bank, Baumann im Tor

Im defensiven Bereich setzt Schweinsteiger auf Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger sowie auf das Mittelfeld-Duo Leon Goretzka und Aleksandar Pavlovic. Genau so könnte es derzeit auch bei Nagelsmann aussehen. In der Innenverteidigung vertraut er auf Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck, während Antonio Rüdiger zunächst draußen bleibt.

Auch das erscheint Stand heute durchaus realistisch. Im Tor macht Schweinsteiger keine Experimente und setzt auf Oliver Baumann. Wegen einer Formdelle des Hoffenheimers waren die Diskussionen um die Nummer eins zuletzt wieder lauter geworden.