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Beim DFB-Pokalfinale zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart wird Dieter Hoeneß am Samstag im Berliner Olympiastadion ganz besonders mitfiebern. Der frühere Profi schlägt verständlicherweise zwei Herzen in seiner Brust, denn sein Sohn Sebastian Hoeneß steht als Coach an der Seitenlinie der Stuttgarter, während Bruder Uli auf der anderen Seite als Bayern-Patron mit dabei ist.

Zwei Herzen für ein Endspiel
Im Gespräch mit DFB.de machte der 73-Jährige keinen Hehl aus seiner Tendenz: „Die Tendenz geht schon ein bisschen in Richtung meines Sohnes, aber ich sage auch: Der Bessere soll gewinnen.“ Gleichzeitig ordnete Hoeneß die Ausgangslage sachlich ein und verwies auf die Rollenverteilung vor dem Anpfiff. „Die Bayern sind hoher Favorit, die Ligaspiele in dieser Saison sind recht einseitig zu ihren Gunsten verlaufen. Aber in einem einzelnen Spiel kann alles passieren, und wenn der VfB das Maximale leistet, kann er gewinnen“, sagte er.
Familie Hoeneß im Fokus
Für Dieter Hoeneß ist das Endspiel auch deshalb ein besonderes Familienspektakel, weil er selbst schon für beide Klubs gespielt hat. Mit den Münchnern gewann er 1982, 1984 und 1986 den Pokal, unvergessen bleibt zudem sein Kopfballtor vor 44 Jahren im Endspiel gegen den 1. FC Nürnberg zum 4:2-Endstand, als er mit blutverschmiertem Turban traf. Seine Frau war damals hochschwanger mit Sebastian Hoeneß.
Unterstützung von der Tribüne
Am Samstag wird der Vater seinen Sohn von der Tribüne aus unterstützen, der VfB will den Cup-Erfolg aus dem Vorjahr gegen Arminia Bielefeld verteidigen. Bereits 2023 hatten beide den Triumph gemeinsam gefeiert. „Wir stehen ja stets im regelmäßigen Austausch. Ich bin nicht nur sein Vater, sondern auch sein Mentor. Taktisch muss ich ihm nichts erzählen, aber es gibt im Fußball immer mal Situationen, in denen ihm mein Erfahrungsschatz aus über 50 Jahren helfen kann“, sagte Hoeneß.