BVB News: Keine Deadline im Schlotterbeck-Poker

Borussia Dortmund verzichtet im Poker um Nico Schlotterbeck bewusst auf eine künstliche Fristsetzung. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken betonte, dass eine Deadline in diesem Fall keinen Sinn ergebe und die Gespräche mit dem Nationalspieler vertraulich und respektvoll geführt würden. Gleichzeitig zeigte sich der 49-Jährige zuversichtlich, dass der BVB den Vertrag mit dem Innenverteidiger verlängern kann.

Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund feiert am 4. April 2026 in der MHPArena in Stuttgart den Auswärtssieg seiner Mannschaft in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart. Der BVB-Innenverteidiger bejubelt den wichtigen Dreier im Titelrennen. Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images Europe
Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund feiert am 4. April 2026 in der MHPArena in Stuttgart den Auswärtssieg seiner Mannschaft in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart. Der BVB-Innenverteidiger bejubelt den wichtigen Dreier im Titelrennen. Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images Europe

Ricken setzt auf Vertrauen statt Druck

In der Sport Bild stellte Ricken klar: „Das macht in manchen Fällen vielleicht Sinn, in diesem aber nicht. Die Gespräche sind so respektvoll und vertraulich, dass wir nicht auf künstliche Weise Druck ausüben wollen.“ Für den BVB sei die Lage überschaubar: „Es gibt ja drei Optionen: Wir verlängern den Vertrag, wir verkaufen ihn im Sommer – oder wir gehen ins letzte Vertragsjahr. Die letzte Option wollen wir alle vermeiden. Das wäre weder für uns noch für Nico gut. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die erste Option klappt.“

Bereits in der vergangenen Woche habe es Gespräche mit ihm, Schlotterbeck und dem neuen Sportdirektor Ole Book gegeben, die laut Ricken „sehr inhaltlich“ verlaufen seien. Book habe dem Verteidiger erklärt, „wie er tickt, was er für Ideen hat, wie er mit dem Kader plant und welche Vorteile wir Nico bieten“.

Schlotterbeck erwartet bald eine Entscheidung

Schlotterbecks aktueller Vertrag läuft noch bis Sommer 2027. Der 25-Jährige hatte nach dem 2:0 beim VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende selbst erklärt: „Ich hatte ein gutes Gespräch mit Lars und Ole. Wir führen die Gespräche diese Woche weiter. Dann wird es, glaube ich, nicht mehr lange dauern, bis ich eine Entscheidung treffe.“

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Book war nach dem überraschenden Abgang von Sebastian Kehl als neuer Sportdirektor vorgestellt worden. Ricken schilderte die Trennung von Kehl als Ergebnis eines längeren Prozesses. „Wir müssen kein Geheimnis daraus machen, dass in der sportlichen Führungsebene über aktuelle Entwicklungen wie auch strategische Fragen teilweise sehr kontrovers diskutiert wurde. Irgendwann waren wir an einem Punkt angelangt, wo wir dann gemeinsam entscheiden haben, dass ein Neuanfang für beide Seiten das Beste ist“, sagte der BVB-Boss.

Auch Kovac soll bleiben

Daran, dass Niko Kovac auch in der kommenden Saison auf der Dortmunder Bank sitzen wird, ließ Ricken ebenfalls keinen Zweifel. „Absolut. Ohne ihn stünden wir nicht auf Platz zwei. Niko passt wunderbar in unseren Verein“, sagte der 49-Jährige.