Kasper Hjulmand begegnet den Spekulationen um seine Zukunft bei Bayer Leverkusen betont gelassen. Vor dem Bundesliga-Duell am Samstag gegen den VfL Wolfsburg stellte der Däne klar: „Es geht nicht um meine Person, es geht um die Mannschaft. Das ist das Wichtigste.“

Hjulmand bleibt fokussiert
Der Chefcoach machte deutlich, dass ihn die Diskussionen um einen möglichen Abschied am Saisonende nicht von seiner Arbeit abbringen. „Ich bin hier. Ich mag es. Jede Stunde des Tages, von morgens bis abends, bin ich zu 100 Prozent auf die Spiele, auf die Spieler und auf meine Arbeit konzentriert“, sagte Hjulmand. Mehrere Medien hatten zuletzt berichtet, dass eine Trennung am Saisonende wahrscheinlich sei. Als mögliche Nachfolger wurden Fabian Hürzeler (33) von Brighton and Hove Albion sowie Oliver Glasner (51) von Crystal Palace gehandelt.
Ein weiterer Trainerwechsel in dieser Saison ist für Bayer nach der Entlassung von Erik ten Hag aber kein Thema. Sportchef Simon Rolfes schloss das jüngst aus. Hjulmand verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass man nur die „Dinge zu verändern [müsse], auf die du Einfluss hast“. Außerdem ergänzte er: „Finde inneren Frieden mit den Dingen, die du nicht ändern kannst, und habe die Intelligenz, den Unterschied zu erkennen.“
Bayer will in den letzten Spielen angreifen
Ganz ausblenden kann Hjulmand die eigene Rolle in seinen Analysen allerdings nicht. Er gab offen zu, dass es dabei auch um seine Person und die Frage gehe, „wie ich der Mannschaft helfen kann“. Sportlich hinkt Bayer als Tabellensechster den eigenen Ansprüchen hinterher, der Rückstand auf die Champions-League-Plätze beträgt vier Punkte. Zuletzt enttäuschte die Werkself beim 3:3 in Heidenheim.
Trotz der schwierigen Ausgangslage blickt Hjulmand nach vorn. „Wir freuen uns, in den letzten Spielen zu attackieren“, sagte er. Verzichten muss Leverkusen dabei weiterhin auf Martin Terrier: Der Franzose laboriert an einer Muskelverletzung und fällt für den Rest der Saison aus.