Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Woltemade reagiert auf Kritik und bezeichnet sie als störend
- 2 Einsatz bei Newcastle: andere Position als zu Saisonbeginn
- 3 Torgefahr und Statistik: nur ein Treffer in diesem Jahr
- 4 Akzeptanz der neuen Rolle: Repertoire erweitern statt Panik
- 5 Präferenz für das Sturmzentrum und DFB-Einsatz gegen Ghana
Nick Woltemade kontert die zuletzt zunehmende Kritik an seiner Person mit klaren Worten und verweist auf seine veränderte Rolle bei Newcastle United. Der 24-jährige Fußball-Nationalstürmer sagt, die Vorwürfe störe ihn, und weist die Einschätzung einer Formkrise zurück. In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung erklärt Woltemade seine veränderten Aufgaben bei den Magpies und betont zugleich seine Perspektive als ehemaliger Stuttgarter und DFB-Akteur. Gleichzeitig stellt er klar, dass sein Selbstverständnis und seine Entwicklung wichtiger seien als reine Torstatistiken.

Woltemade reagiert auf Kritik und bezeichnet sie als störend
„Das stört mich schon“, sagte der 24-Jährige in dem Interview mit der Süddeutschen Zeitung und nahm damit direkt Stellung zu den zunehmenden Anmerkungen über seine Form. Gleichzeitig relativierte Woltemade die Vorwürfe und verwies darauf, dass die Kritiker offenbar nicht genügend Spiele von Newcastle United verfolgten: „Wenn mir jemand eine Formkrise unterstellt, würde ich einfach mal behaupten, dass derjenige nicht viele Spiele von Newcastle United sieht.“
Die Aussage dient als klare Einordnung seiner aktuellen Lage und wirkt wie ein Statement gegen oberflächliche Bewertungen. In der Presserunde und in öffentlichen Debatten will der Stürmer damit offenbar eine differenziertere Betrachtung anstoßen.
Einsatz bei Newcastle: andere Position als zu Saisonbeginn
Woltemade erklärt, dass er bei den Magpies „auf einer ganz anderen Position als noch zu Saisonbeginn“ spiele und dadurch andere Aufgaben übernehme. Diese Positionsveränderung erklärt er als Grund für die veränderten statistischen Werte und den anderen Blickwinkel, mit dem er bewertet werden müsse.
Der Teammanager Eddie Howe setzte Woltemade zuletzt weiter hinten ein als gewohnt, was unmittelbar Einfluss auf seine Rolle im Spiel und seine offensiven Abschlussgelegenheiten hat. Woltemade fordert deshalb eine andere Bewertungsgrundlage: „Im Moment müsste man mich eher danach bewerten, wie ich meine Zweikämpfe führe oder die Räume sichere.“
Torgefahr und Statistik: nur ein Treffer in diesem Jahr
Der Angreifer hat in diesem Jahr erst einen Treffer erzielt, eine Zahl, die in der Medienberichterstattung häufig hervorgehoben wird. Woltemade ordnet diese Statistik jedoch ein und macht deutlich, dass die Torquote eines Stürmers nicht isoliert betrachtet werden kann.
„Ich weiß, dass man mich mit Toren verbindet, aber man kann die Torquote eines Stürmers ja nicht mit der eines Mittelfeldspielers vergleichen, der 50, 60, 70 Meter vom gegnerischen Tor entfernt spielt“, sagte der 24-Jährige und plädiert damit für kontextbezogene Leistungsmaße jenseits reiner Torstatistiken.
Akzeptanz der neuen Rolle: Repertoire erweitern statt Panik
Woltemade betont, dass er mit der veränderten Rolle kein Problem habe und die Phase aktiv als Chance sieht: „Ich schieße dadurch viel weniger Tore, klar. Aber ich bin völlig entspannt, ich finde es gar nicht schlecht, mein Repertoire zu erweitern.“
Diese Ruhe untermauert er mit einer längerfristigen Perspektive: „Und ich bin überzeugt, dass es mich auf Dauer stärker macht, wenn ich auch mit solchen Phasen umzugehen lerne.“ Damit gibt er eine persönliche Antwort auf die inhaltliche Kritik und zeigt seine Bereitschaft zur Weiterentwicklung.
Präferenz für das Sturmzentrum und DFB-Einsatz gegen Ghana
Trotz der Akzeptanz seiner derzeitigen Aufgaben betont Woltemade seine Präferenz für das Sturmzentrum, wo er seine Stärken am besten einsetzen könne. Der ehemalige Stuttgarter spielte zuletzt im Zentrum beim 2:1-Sieg des DFB-Teams im WM-Test gegen Ghana.
„Ich denke, dass ich dadurch meine Stärken fürs Team am besten einbringen kann“, sagte Woltemade und bekräftigte damit seinen Wunsch, zukünftig wieder häufiger in vorderster Linie aufzutreten.