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Das WM-Aus der deutschen Fußballnationalmannschaft hat für den DFB nicht nur sportliche, sondern auch massive finanzielle Folgen. Durch das Scheitern im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 im Elfmeterschießen) entgehen dem Verband Millionen aus dem Prämientopf der FIFA – und unterm Strich droht dem DFB das Turnier zum Verlustgeschäft zu werden.

So viel Geld entgeht dem DFB durch das frühe WM-Aus
Der Einzug in die K.-o.-Runde garantierte dem DFB immerhin elf Millionen US-Dollar (rund 9,66 Millionen Euro) aus dem FIFA-Topf. Doch weil das Team schon an der ersten Hürde scheiterte, blieben alle weiteren Prämienstufen unerreicht: Das Achtelfinale hätte vier Millionen Dollar zusätzlich gebracht, das Viertelfinale noch einmal vier weitere. Ganz oben wird es richtig lukrativ – der künftige Weltmeister kassiert 50 Millionen US-Dollar, der unterlegene Finalist immerhin 33 Millionen.
Die wichtigsten FIFA-Zahlungen der WM 2026 im Überblick:
| Posten | Prämie (US-Dollar) |
|---|---|
| Startgeld (alle 48 Teilnehmer) | 10 Millionen |
| Vorbereitungspauschale | 2,5 Millionen |
| Einzug in die K.-o.-Runde (DFB erreicht) | 11 Millionen |
| Achtelfinale (verpasst) | + 4 Millionen |
| Viertelfinale (verpasst) | + 4 Millionen |
| Unterlegener Finalist | 33 Millionen |
| Weltmeister | 50 Millionen |
Zum Vergleich: Der WM-Triumph 2014 in Brasilien spülte dem DFB noch 35 Millionen US-Dollar in die Kasse, damals umgerechnet rund 25,7 Millionen Euro. Nach den Vorrunden-Pleiten 2018 und 2022 ist es nun bereits das dritte Turnier in Folge, das dem Verband erhebliche Einbußen beschert.
Rettig hatte gewarnt: „Schnell ein Verlustgeschäft“
Dass die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko für europäische Verbände zur wirtschaftlichen Zitterpartie werden würde, hatte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig schon vor dem Turnier prophezeit. Ohne Halbfinaleinzug werde es für eine europäische Nation schwer, „wirtschaftlich schwarze Zahlen zu schreiben“, sagte er – und zählte im Kölner Stadt-Anzeiger die Risiken auf: „Preisgelder in Dollar und damit Wechselkursrisiken, große Entfernungen und ein längeres Turnier machen es anspruchsvoll, ebenso die steuerrechtlichen Fragen. Ohne sportlichen Erfolg wird es für viele Verbände schnell ein Verlustgeschäft.“
Genau dieses Szenario ist nun eingetreten. Trotz organisatorischer und finanzieller Unterstützung durch die FIFA tragen die Verbände beim auf 48 Teams aufgeblähten Turnier erhebliche Eigenkosten – von den langen Reisen zwischen den Spielorten bis zur wochenlangen Unterbringung des gesamten Trosses.
Rekord-Topf der FIFA – aber mehr Teams teilen mit
Immerhin: Nach Kritik wie der von Rettig hatte der Weltverband die Gesamtausschüttung noch einmal erhöht – allerdings vor allem über höhere Start- und Vorbereitungspauschalen, die leistungsabhängigen Prämien blieben unangetastet. Insgesamt verteilt die FIFA nun 871 statt ursprünglich geplanter 727 Millionen US-Dollar an die 48 Teilnehmer. So prall gefüllt war der Topf noch nie, doch am Turnier nehmen auch 16 Teams mehr teil als noch 2022 in Katar. Die FIFA selbst rechnet im WM-Jahr mit Gesamteinnahmen von 8,91 Milliarden US-Dollar (7,65 Milliarden Euro).
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Nach dem Aus wird es für den DFB noch teurer
Zu den entgangenen Einnahmen kommen nach dem Turnier-Aus weitere Kosten hinzu: Für die vorzeitige Vertragsauflösung mit Julian Nagelsmann und seinen Co-Trainern zahlt der Verband eine Abfindung von rund 6,8 Millionen Euro. Und um Wunschnachfolger Jürgen Klopp von Red Bull loszueisen, dürfte erstmals in der Verbandsgeschichte eine Ablösesumme für einen Bundestrainer fällig werden. Der sportliche Neuaufbau – für den sich unter anderem Per Mertesacker ins Gespräch bringt – hat also auch eine sehr konkrete finanzielle Dimension.
Wie es beim DFB weitergeht, liest du laufend in unserem FIFA WM 2026 Liveticker – alle kommenden Termine der Nationalelf stehen im DFB-Spielplan 2026.