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Kosovo: junges Land, junge Fußballgeschichte
Der Kosovo ist das jüngste Land in Europa; es war beim Zerfall von Jugoslawien entstanden und hatte 2008 seine Unabhängigkeit erlangt. Die fußballerische Geschichte der Republik ist noch kürzer: Erst seit 2016 ist die Republik Mitglied in den internationalen Fußballverbänden FIFA und UEFA. In seiner jungen Geschichte hat das Land noch kein einziges Mal an einer Europa- oder Weltmeisterschaft teilgenommen. Das soll sich 2026 ändern, wenn die Mannschaft im Play-off-Finale erfolgreich ist.
Weg ins Play-off-Finale: 4:3 in Bratislava
Die Nationalmannschaft aus dem Kosovo hat Geschichte geschrieben: Nachdem das Team von Cheftrainer Franco Foda am vergangenen Donnerstag die Slowakei mit einem fulminanten 4:3 in Bratislava bezwang, steht es jetzt im Finale der WM-Play-offs. Der Spielverlauf in Bratislava bot ein Torfestival mit wechselnden Ballbesitzphasen und mehreren Großchancen, das die Kosovaren letztlich für sich entschieden. Dennoch bleibt offen, wie sich die Mannschaft taktisch im Finalspiel präsentiert — entscheidend werden Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und die Disziplin gegen den Unparteiischen in kritischen Situationen sein.
Finalgegner Türkei: Erste WM seit 2002 in Reichweite
Im Finale trifft Kosovo in Pristina auf die Türkei, die ihrerseits Rumänien mit 1:0 bezwang. Das türkische Team um Coach Vincenzo Montella möchte genauso wie der Kosovo an der WM in den USA, Mexiko und Kanada teilnehmen. Für die türkische Elf wäre das die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft seit 2002. Sie warten also länger auf eine erneute Teilnahme, als der Kosovo alt ist — ein Fakt, der die Bedeutung des Finalduells zusätzlich unterstreicht.
Geldprämie zur Motivation
Um die Motivation im kosovarischen Team hochzuhalten, hat sich die Regierung des Landes um Ministerpräsident Albin Kurti nun etwas Besonderes einfallen lassen: Ihm winkt im Falle der Qualifikation eine Prämie in Höhe von einer Million Euro. Und nicht nur das: Der Finanzminister Hekuran Murati teilte auf seiner Facebook-Seite mit, dass die Mannschaft aus dem Südbalkan bereits für das Halbfinale eine großzügige Prämie in Höhe von 500.000 Euro erhalten werde. Die Überweisung solle bereits am Montag getätigt werden.
Details zur Aufteilung und individuelle Prämie
Genaue Details zur Aufteilung der Prämie sind nicht bekannt. Sollten die Kosovaren aber das Finale gewinnen, beträgt sie insgesamt 1,5 Millionen Euro. Wenn die Gelder fair zwischen dem gesamten Kader, und dem Trainer- und Betreuerstab aufgeteilt werden, wären das für jeden Einzelnen schätzungsweise 40.000 bis 50.000 Euro.