Wird die FIFA dieses Land von der WM 2026 ausschließen? Stattdessen könnte Nigeria mitspielen!

Nigeria hofft auf späte Wende: Wirft die FIFA DR Kongo noch aus der WM?

Vier Monate vor dem Start der Weltmeisterschaft 2026 ist das Teilnehmerfeld noch nicht komplett. 48 Teams werden erstmals bei einer WM antreten, gespielt wird in den USA, Mexiko und Kanada. Sechs Startplätze sind noch offen, vier davon gehen an europäische Playoff-Sieger. Doch plötzlich steht auch ein bereits qualifiziertes Team im Fokus – und Nigeria wittert seine Chance auf ein spätes Comeback.

Die Super Eagles aus Nigeria sind sportlich eigentlich raus und konnte sich nicht über die Afrika-Qualifikation qualifizieren. Doch eine Beschwerde beim Weltverband könnte alles verändern. Im Zentrum steht das interkontinentale Qualifikationsspiel gegen DR Kongo – und zwei umstrittene Spieler.

FIFA Fußball WM 2026 in USA, Mexiko & Kanada
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Streit um Spielberechtigung nach Quali-Duell

Im November setzte sich DR Kongo gegen Nigeria durch und sicherte sich damit das Ticket für ein interkontinentales Playoff-Spiel am 31. März. Gegner wird entweder Neukaledonien oder Jamaika sein. Nigeria hingegen musste zunächst zuschauen – doch das wollte der Verband nicht akzeptieren.

Die Nigeria Football Federation (NFF) legte im Dezember offiziell Beschwerde bei der FIFA ein. Der Vorwurf: DR Kongo habe nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt. Konkret geht es um Aaron Wan-Bissaka und Axel Tuanzebe, beide ehemalige englische Juniorennationalspieler. Laut NFF verstoße ihr Einsatz gegen kongolesisches Recht, da dort angeblich keine doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt sei.

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Die FIFA bestätigte, dass der Fall geprüft werde. Ein Urteil steht bislang jedoch aus. NFF-Kommunikationsdirektor Demola Olajire stellte klar: Es gebe keine Entscheidung, weder zugunsten noch zulasten Nigerias.

Spielplan für das Play-off-Turnier der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ bestätigt
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Fokus auf Wan-Bissaka und Tuanzebe

Besonders brisant: Sowohl Wan-Bissaka als auch Tuanzebe liefen später für DR Kongo beim Afrika-Cup 2025 in Marokko auf. Für Nigeria ist das ein weiteres Indiz, dass hier nicht sauber gearbeitet wurde. NFF-Generalsekretär Mohammed Sanusi spricht offen davon, dass die FIFA „getäuscht“ worden sei.

Die Argumentation der Nigerianer: Wenn das nationale Recht keine doppelte Staatsbürgerschaft zulässt, hätten Spieler mit europäischem oder britischem Pass nicht eingesetzt werden dürfen. Doch genau hier liegt der juristische Knackpunkt. Im internationalen Fußball zählen in erster Linie die Regularien der FIFA – und nicht automatisch nationale Staatsbürgerschaftsgesetze.

DR Kongo weist alle Vorwürfe zurück. Vom Verband heißt es, Nigeria versuche, „durch die Hintertür“ zur WM zu kommen. Eine klare Ansage.

Mögliche Konsequenzen: Geldstrafe oder WM-Ticket?

Was passiert, wenn die FIFA tatsächlich einen Regelverstoß feststellt? Das Spektrum reicht von Verwarnungen und Geldstrafen bis hin zu einer Spielwertung am grünen Tisch. Im Extremfall könnte das Qualifikationsspiel für Nigeria gewertet werden.

Das wäre ein Paukenschlag. Nigeria würde ins interkontinentale Playoff nachrücken – und hätte plötzlich wieder reale Chancen auf die Teilnahme an der WM 2026. Doch noch ist alles offen. Die Entscheidung liegt allein bei der FIFA, und die lässt sich Zeit.

Für Nigeria ist es ein Spiel auf Zeit – und ein Nervenkrieg abseits des Rasens. Klar ist: Sollte es tatsächlich zu einer Disqualifikation kommen, hätte das massive sportliche und politische Auswirkungen. Bis dahin bleibt es ein offener Fall mit viel Brisanz.