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Paul Wanner entscheidet sich für den ÖFB statt DFB: Das 20-jährige Offensivtalent von PSV Eindhoven hat sich nach monatelangem Hin und Her und intensiven Gesprächen endgültig für Österreich und ÖFB-Trainer Ralf Rangnick entschieden. Wanner erklärte bei Sky, die Entscheidung sei die wahrscheinlich schwerste seiner Karriere gewesen und entscheide sich aus Gefühlen und Herkunft – seine Mutter stammt aus Österreich. Er kündigte an, nun die sportliche Entwicklung bei seinem Klub zu bestätigen und sich für eine mögliche Nominierung zur WM 2026 zu empfehlen. „Mit Österreich zur WM 2026“ lautet sein erklärtes Ziel, für das er in jedem Spiel alles geben will.

Wanners Erklärung: Gefühl und Herkunft als Entscheidungskriterien
Paul Wanner erklärte, er habe „zwei Herzen in meiner Brust“ wegen seiner Erziehung und familiären Wurzeln, deshalb sei die Entscheidung gegen das DFB-Team und für den ÖFB besonders schwierig ausgefallen. „Diese Entscheidung war die wahrscheinlich schwerste meiner Karriere. Denn tatsächlich habe ich durch meine Eltern, meine Erziehung und die Stationen in meiner Karriere zwei Herzen in meiner Brust. Aber nun, bei der finalen Entscheidung und nach vielen Gesprächen mit meiner Familie, habe ich das Gefühl und Bewusstsein gewonnen: Ich möchte für Österreich auflaufen“, sagte Wanner bei Sky. Für ihn spielen Emotionen und langfristige Überlegungen eine größere Rolle als kurzfristige Versprechungen.
Der Weg zur Nationalmannschaft: Gespräche mit Rangnick und Perspektive WM 2026
Wanner betonte, dass er den Austausch mit ÖFB-Trainer Ralf Rangnick zuletzt „noch einmal intensiviert“ habe. Er wolle seine „sportliche Entwicklung der nächsten Monate bestätigen“ und sich so eine Nominierung für die Nationalmannschaft verdienen. „Die WM ist ein Traum für jeden Spieler. Aber wie jeder andere Spieler muss ich mir eine Nominierung verdienen. Dafür gebe ich in jedem Spiel alles“, sagte der Offensivspieler mit Blick auf die WM 2026. Damit setzt er klare Prioritäten: Form, Einsatz und Leistung im Klub sollen den Weg ins ÖFB-Team ebnen.
Verhältnis zum DFB und früherer Nachwuchs-Einsatz
Wanner spielte zuletzt für die deutsche U21-Nationalmannschaft, war aber bereits länger ein Thema für Österreich – dem Geburtsland seiner Mutter. Trotz seiner Entscheidung zeigte er sich dem DFB gegenüber dankbar: Er lobte den Austausch mit U21-Coach Antonio di Salvo und Bundestrainer Julian Nagelsmann sowie dem gesamten Verband. „Es ehrt mich unheimlich, dass sich zwei Verbände darum bemüht haben, mich davon zu überzeugen, für ihre Nationalmannschaft zu spielen. Am Ende darf es bei dieser Entscheidung nicht um kurzfristige Überlegungen oder Versprechungen gehen. Es geht darum, was man fühlt“, sagte Wanner und ergänzte, alle Gespräche seien „fair und auf einer Ebene ohne jeden Druck“ geführt worden.
Karrierehintergrund: Von der Jugend zum Profifußball in Eindhoven
Wanner war im Alter von 13 Jahren an den FC‑Bayern‑Campus gekommen und kam bei den Münchner Profis auf acht Einsätze. Nach Leihen zu SV Elversberg und dem 1. FC Heidenheim wechselte er im Sommer 2025 fest zu PSV Eindhoven. Die Stationen in München (Säbener Straße) und die Erfahrungen in der Bundesliga und beim NL‑Klub bilden die sportliche Grundlage für seinen Anspruch, sich für den ÖFB und ein WM‑Abenteuer 2026 zu empfehlen.