Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Stuttgarts Torjäger Ermedin Demirovic erlebte beim 3:3 (2:2) beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim einen Abend zum Vergessen, nachdem ihm zwei Treffer per Videobeweis aberkannt wurden. Schon zuvor in Glasgow war ein Tor des 27-Jährigen nicht gegeben worden – insgesamt sprach Demirovic von drei nicht anerkannten Treffern. Deniz Undav rettete dem VfB in der 88. Minute noch das Unentschieden, das im engen Kampf um die Champions-League-Plätze zu einem Rückschlag wurde. Trainer Sebastian Hoeneß betonte trotz der Enttäuschung die hohe Einsatzbereitschaft und die gewonnenen Zweikämpfe; Heidenheim bleibt nach zehn Spielen ohne Sieg weiter in einer prekären Lage.

Demirovic, Videobeweis und die verwehrten Tore
Ermedin Demirovic verstand die Welt nicht mehr, nachdem zwei seiner Treffer im Verlauf der Partie nach Prüfung durch den Videobeweis nicht zählten. Bereits beim 4:1 in der Europa League gegen Celtic Glasgow hatte der Stürmer einen Treffer verloren, sodass er bei DAZN von insgesamt drei nicht anerkannten Toren sprach: „Das ist unglaublich, ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Es tut brutal weh als Stürmer, wenn du drei Tore machst und alle drei nicht zählen.“ Gleichwohl zeigte Demirovic in Heidenheim seine Präsenz in Strafräumen und war wiederholt in Großchancen vertreten; die Entscheidungen des Unparteiischen und die VAR-Überprüfungen bestimmten entscheidende Momente des Spiels.
Spielverlauf: Chancen, Ballbesitz und Wendepunkte
Das Remis spiegelt einen wilden Spielverlauf wider, in dem beide Mannschaften Phasen mit überwiegendem Ballbesitz und klaren Szenen vor dem Tor hatten. Trotz der englischen Woche zeigte der VfB in vielen Sequenzen Durchsetzungsvermögen und gewann laut Hoeneß fast 60 Prozent der Zweikämpfe. Heidenheim hingegen verteidigte mit viel Einsatz und zwang die Gäste zu Fehlern, sodass die Partie bis zur späten Ausgleichstor-Szene offen blieb. Die Nachspielzeit war nicht mehr ausschlaggebend; stattdessen sorgte Deniz Undavs Treffer in der 88. Minute dafür, dass Stuttgart zumindest einen Punkt mitnahm.
Trainerreaktionen: Hoeneß lobt Einsatz, Schmidt nimmt Punkt kritisch
Sebastian Hoeneß zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht über das Ergebnis, aber er machte seinem Team keinen Vorwurf für den Einsatz: „Ein Spiel, das ich so noch nicht oft erlebt habe. Ehrlich gesagt brauchen wir Zeit, das einzuordnen, weil sehr viele Dinge passiert sind.“ Hoeneß verwies auf die Belastung durch die englische Woche und betonte, man habe „125 Kilometer abgerissen“ sowie viele Zweikämpfe gewonnen. Frank Schmidt bewertete den Punkt indes als zu wenig in der aktuellen Situation: Nach zehn Spielen ohne Sieg beträgt Heidenheims Rückstand auf den Relegationsplatz weiterhin sechs Zähler. Schmidt hob dennoch das gezeigte Selbstbewusstsein seiner Mannschaft hervor und betonte, dass sein Team sich nicht versteckt habe.
Tabellenlage und Bedeutung für die Saisonziele
Für den VfB bedeutet das Unentschieden einen Dämpfer im harten Rennen um die Champions-League-Plätze: Der Vorsprung auf Rang vier beträgt weiterhin zwei Punkte, damit bleibt die Ausgangslage eng. Heidenheim steckt weiterhin in einer sportlich prekären Phase und muss dringend wieder Siege einfahren, um den Abstand auf die Abstiegsränge zu verkürzen. Die Partie offenbarte sowohl Chancen als auch Probleme auf beiden Seiten – vom Umgang mit VAR-Entscheidungen bis zur physischen Belastung in dicht getakteten Wettbewerbsphasen.