Aleksander Ceferin (UEFA President), ber der offiziellen Enthüllung des UEFA EURO 2024 logos in Berlin, 05.10.2021, Photo: Thomas Boecker/DFB

Anti-Infantino-Plan: Europa formiert sich beim Krisengipfel heute Abend beim UEFA Supercup

Beim Supercup in Salzburg trafen sich Europas Verbandsspitzen um UEFA-Chef Ceferin zu einer Krisensitzung, um im Machtkampf mit FIFA-Präsident Infantino eine gemeinsame Linie und Reformen für den Weltverband zu erarbeiten. Gemeinsam mit Partnern aus Asien sowie Nord- und Mittelamerika arbeitet die UEFA bereits an einem Grundsatzpapier, das unter anderem die Verteilung der Verbandsgelder neu regeln und die Machtfülle des Präsidentenamts künftig unabhängig von der Personalie begrenzen soll.

Marquinhos stemmt am 13. August 2025 im Stadio Friuli in Udine den Pokal des UEFA Supercups in die Höhe. Der Kapitän von Paris Saint-Germain feierte damit den Sieg seiner Mannschaft im Endspiel gegen Tottenham Hotspur. (Claudio Villa / Getty Images Europe via Getty Images)

Schiedsrichter Omar Artan freut sich auf Supercup-Einsatz

Der somalische Schiedsrichter Omar Artan freut sich riesig auf sein Debüt in Europa: Am Mittwoch leitet er in Salzburg den Supercup zwischen Champions-League-Sieger Paris St. Germain und Europa-League-Champion Aston Villa. Zuvor hatte der 34-Jährige eine schwere Zeit durchlebt, nachdem ihm vor der WM die Einreise in die USA verweigert worden war, wurde aber bei seiner Rückkehr in Mogadischu von einer jubelnden Menge empfangen.

Die Pokalübergabe nach dem WM-Finale 2026: Rodri mit der Trophäe zwischen Donald Trump und Gianni Infantino im MetLife Stadium. (Justin Setterfield / Getty Images North America via Getty Images)

USA und Kanada üben scharfe Kritik an FIFA-Boss Infantino

Der Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst weiter: US Soccer, Canada Soccer, CFU und UNCAF haben sich der Kritik von UEFA, AFC und CONCACAF angeschlossen und fordern mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht beim Weltverband. Während sich Mexiko demonstrativ hinter Infantino stellt, spitzt sich die durch einen zurückgezogenen Investorenplan ausgelöste Vertrauenskrise vor der Präsidentschaftswahl 2027 weiter zu.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht beim Semafor World Economy Summit 2026 in Washington D.C. am 15. April 2026. Der Gipfel versammelte Wirtschaftsführer und Tech-CEOs zu Diskussionen über Wirtschaft, Künstliche Intelligenz und globale Geschäftstrends. (Alex Wong / Getty Images North America via Getty Images)

Machtkampf bei der FIFA: Infantino sichert sich neue Verbündete

Gianni Infantino kämpft um seinen Verbleib an der FIFA-Spitze und inszeniert über Social Media systematisch jede Rückendeckung, um vor der Präsidentschaftswahl im Frühjahr wieder eine tragfähige Mehrheit zu sichern. Während Südamerika und Afrika ihm demonstrativ die Treue halten, bleibt der Widerstand in seiner europäischen Heimat unverändert stark.

Innenansicht des SoFi Stadium in Inglewood bei Los Angeles, USA – Austragungsort der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Der Blick von den Rängen zeigt den gepflegten Rasen und das markante ringförmige Anzeigetafelsystem unter dem transparenten Membrandach des modernen NFL-Stadions, Heimstadion der Los Angeles Rams und der Los Angeles Chargers. (Copyright Depositphotos.com)

WM-Millionen: FIFA lässt US-Gastgeberstädte laut Medien warten

Mehrere US-Gastgeberstädte der Fußball-WM warten laut einem Bericht des Portals The Athletic noch immer auf zugesagte Legacy-Millionenzahlungen der FIFA, die eigentlich in fußballbezogene Infrastruktur und soziale Projekte fließen sollten. Der Fall bringt FIFA-Präsident Gianni Infantino, der zuletzt Rekordeinnahmen von rund 15 Milliarden Dollar verkündete, erneut in Erklärungsnot.

Bundestrainer Julian Nagelsmann trifft gemeinsam mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf (links) und DFB-Sportdirektor Andreas Rettig (rechts) am Smith Reynolds Airport in Winston-Salem ein. Die deutsche Mannschaft schlägt dort am 8. Juni 2026 ihr Quartier für die WM 2026 auf. (Alexander Hassenstein / Getty Images North America via Getty Images)

DFB-Sportdirektor Rettig übt scharfe Kritik: Vertrauen in Infantino irreparabel

DFB-Sportdirektor Andreas Rettig sieht das Vertrauensverhältnis zu FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem gescheiterten Investorendeal um WM-Anteile als irreparabel zerstört und kritisiert scharf die intransparente Vorgehensweise samt 20-Millionen-Köder. Zudem hofft er für die FIFA-Wahl 2027 auf einen echten demokratischen Wettbewerb um das Präsidentenamt, ohne dabei konkrete Gegenkandidaten zu Infantino zu benennen.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hält am 17. Juli 2026 beim FIFA-Empfang im Trump Tower in New York eine Ansprache, neben ihm US-Präsident Donald Trump. Wenige Tage später steigt im MetLife Stadium das WM-Finale 2026 zwischen Spanien und Argentinien. (Andrew Harnik / Getty Images North America via Getty Images)

1.UEFA Verband: Wales verweigert Infantino Unterstützung bei FIFA-Wiederwahl

Der walisische Verband FAW hat als erster nationaler Verband öffentlich seine Unterstützung für eine weitere Amtszeit von FIFA-Präsident Gianni Infantino aufgekündigt und ihm mangelhafte Verbandsführung sowie einen Vertrauensverlust vorgeworfen, ausgelöst durch die inzwischen fallengelassenen Pläne zum Verkauf von WM-Vermarktungsrechten an private Investoren. Trotz wachsenden Drucks vor allem aus Europa hält Infantino an seiner Kandidatur für die Wahl beim FIFA-Kongress 2027 in Rabat fest.

Jean-Philippe Mateta von Crystal Palace erhält nach dem Finale der UEFA Conference League 2026 gegen Rayo Vallecano am 27. Mai 2026 in der Football Arena Leipzig seine Siegermedaille von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. (Maja Hitij / Getty Images Europe via Getty Images)

Streit mit der FIFA: UEFA droht Infantino mit rechtlichen Schritten

Die UEFA droht FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem geplatzten Investorendeal mit rechtlichen Konsequenzen und verlangt in einem offiziellen Schreiben die lückenlose Sicherung aller Dokumente zu dem gescheiterten Projekt FIFA Forward Enterprise. Hintergrund ist der Rückzug der umstrittenen Pläne, über eine Tochtergesellschaft Anteile an der Fußball-WM an externe Investoren zu verkaufen, den Infantino nach heftiger Kritik in der Nacht zum Samstag verkündet hatte.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht bei der offiziellen Eröffnungs-Pressekonferenz der WM 2026 am 10. Juni 2026 im Mexico City Stadium. (Carl Recine / Getty Images)

Wie lange kann sich FIFA Chef Gianni Infantino noch halten?

Gianni Infantinos milliardenschwerer Investorenplan ist am geschlossenen Widerstand von UEFA, CONCACAF und AFC gescheitert, was den FIFA-Präsidenten in seine bislang prekärste Machtposition bringt. Vor der Wahl im März 2027 muss er nun beweisen, ob er Risse in der Front der Kontinentalverbände finden und seine Basis behaupten kann – oder ob ihm nach Jahren des Einflusses erstmals eine ernsthafte Kampfabstimmung droht. Mögliche Herausforderer wie Ceferin oder Al-Khelaifi warten indes ab, bis sich reale Erfolgsaussichten gegen den geschwächten Amtsinhaber abzeichnen.