Nahaufnahme des Adidas Torfabrik mit dem Bundesliga-Logo. Der neue offizielle Spielball zur Saison 2026/27 orientiert sich optisch am Adidas Teamgeist, dem legendären WM-Ball von 2006, und setzt dessen Formensprache modern fort. (Copyright Michael Romacker)

Machtkampf in der FIFA: Topligen stellen sich gegen Infantino

Sämtliche 53 europäischen Top-Ligen, darunter auch die Bundesliga, stellen sich laut European-Leagues-Geschäftsführer Claudius Schäfer geschlossen gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino und sehen für ihn keine Zukunft mehr im Amt. Auslöser der Krise ist ein verworfener Investorenplan zur Klub-WM, der Infantino auch die Unterstützung der UEFA gekostet hat, während seine Wiederwahl im März trotz vereinzelter Rückendeckung aus Asien zunehmend gefährdet erscheint.

FIFA-Präsident Gianni Infantino winkt beim Final Draw der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in die Kameras. Im Hintergrund ist das offizielle Motto des Turniers Football Unites the World zu lesen. (Copyright Depositphotos.com)

Ex-Stars mit Kritik an Infantino: Genug ist genug

Nach dem Scheitern von Infantinos Investorenplänen fordern mehrere ehemalige Nationalspieler, darunter Weltmeister Emmanuel Petit und Mikael Silvestre, in einem scharf formulierten Statement einen Führungswechsel bei der FIFA und werfen der aktuellen Spitze vor, sich von den Grundwerten des Sports entfernt zu haben. Der Druck auf Infantino wächst damit vor der Präsidentschaftswahl im März 2027, auch wenn UEFA-Chef Ceferin eine eigene Kandidatur ausschloss, aber weiter auf einen Neuanfang ohne den Amtsinhaber hofft.

FIFA-Präsident Gianni Infantino winkt den Zuschauern beim WM-Qualifikations-Playoff-Spiel zwischen Neukaledonien und Jamaika am 26. März 2026 im Guadalajara-Stadion in Zapopan, Mexiko. Simon Barber / Getty Images

FIFA gegen UEFA: Ceferins Kritik wird für Infantino zur Gefahr

Aleksander Ceferin fordert Gianni Infantinos Rücktritt, will jedoch nicht selbst als FIFA-Präsident kandidieren, sondern setzt auf den Kanadier Victor Montagliani als möglichen Gegenkandidaten. Ob dieser tatsächlich antritt, hängt von realen Erfolgsaussichten ab, die angesichts von Infantinos Rückhalt bei vielen Verbänden derzeit ungewiss sind – ein Rücktritt des Amtsinhabers gilt jedoch als ausgeschlossen.

MOTHERWELL, SCHOTTLAND - 20. August 2026: Keisuke Goto vom SC Freiburg jubelt über den dritten Treffer seiner Mannschaft im Playoff-Hinspiel der UEFA Conference League gegen den FC Motherwell im Fir Park. (Foto: WM Sport Media/Getty Images)

Conference League heute live: Freiburg gewinnt in Schottland 3:1 * Wer überträgt?

Der SC Freiburg gilt im Playoff-Hinspiel der Conference League gegen den schottischen Vertreter FC Motherwell als klarer Favorit, Buchmacher bwin sieht einen Auswärtssieg mit einer Quote von 1,46 als wahrscheinlichstes Szenario. Auch der FC Salzburg hat nach einem Tabakovic-Hattrick gegen Pafos gute Karten und startet als Favorit ins Duell mit Mjällby AIF, während der FC Thun als klarer Außenseiter beim polnischen Meister Lech Posen antritt.

Uli Hoeness, Ehrenpräsident des FC Bayern München, spricht beim Live-Talk auf der Sportfachmesse ISPO Munich 2025. Der langjährige Bayern-Manager und -Präsident war am 1. Dezember 2025 in der Messe München zu Gast und gestikulierte lebhaft auf dem Podium. (Alexander Hassenstein / Getty Images)

Hoeneß mit Kritik an Infantino: Eklat im FIFA-Machtkampf

Uli Hoeneß hat sich klar in den Machtkampf an der FIFA-Spitze eingemischt und Präsident Gianni Infantino nur noch geringe Chancen auf eine Wiederwahl eingeräumt, während er ihm dringend zum Einlenken gegenüber der UEFA rät. Der Bayern-Ehrenpräsident kritisierte zudem scharf Infantinos WM-Investorenpläne, die Turnieraufblähung sowie dessen Verhalten im Fall Balogun.

Bastian Dankert im Einsatz als Schiedsrichter beim Bundesliga-Spiel zwischen dem Hamburger SV und RB Leipzig am 1. März 2026 im Volksparkstadion in Hamburg. Beim Finale der WM 2026 zwischen Spanien und Argentinien ist der Rostocker als Videoassistent im Einsatz. (Selim Sudheimer / Getty Images Europe via Getty Images)

Neue Fußballregeln in DFB-Pokal und Bundesliga: Alle Änderungen im Überblick

Zum Auftakt der neuen Saison führen DFB und IFAB mehrere WM-Regeln ins deutsche Profigeschäft ein, darunter Countdown-Vorgaben bei Abstößen und Einwürfen sowie schnellere Wechsel- und Verletzungspausen, während der Video-Assistent künftig nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen und stärker im Hintergrund agieren soll. Nicht alle WM-Neuerungen werden übernommen, und der DFB-Pokal-Auftakt am Freitag findet zudem ganz ohne VAR statt.

Das Schiedsrichterteam um Referee Omar Abdulkadir Artan mit den Assistenten Liban Ahmed und Stephen Yiembe, Videoschiedsrichter Marco Di Bello, dessen Assistent Guillermo Cuadra Fernandez und dem vierten Offiziellen Rade Obrenovic stellt sich am 12. August 2026 nach der Medaillenübergabe im Stadion Salzburg zum Foto auf. Zuvor hatte das Team das Endspiel des UEFA Supercups zwischen Paris Saint-Germain und Aston Villa geleitet. (Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images)

WM-Regeln kommen in die Bundesliga: DFB-Schiedsrichter passen sich an

Die Bundesliga-Schiedsrichter orientieren sich für die neue Saison bei der Regelauslegung weitgehend an der WM in Nordamerika, setzen jedoch beim Umgang mit Unsportlichkeiten sowie beim zurückhaltenderen Einsatz des Video-Assistenten eigene Akzente. Mit nur noch 22 Unparteiischen müssen sich die Referees zudem an neue Vorgaben wie den Fünf-Sekunden-Countdown bei Einwürfen, die Zehn-Sekunden-Regel bei Auswechslungen und die einminütige Spielfeldpause bei Verletzungen gewöhnen.

Marquinhos setzt am 12. August 2026 im Stadion Salzburg zum Jubel an, bevor er den Pokal des UEFA Supercups in die Höhe reißt. Der Kapitän von Paris Saint-Germain führte sein Team zuvor zum Sieg über Aston Villa. (Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images)

PSG gewinnt Supercup: Titelsammler weiter auf Kurs

Paris Saint-Germain hat sich durch ein 2:1 im Finale gegen Aston Villa den europäischen Supercup gesichert und damit nach dem Champions-League-Triumph direkt den nächsten Titel der Saison eingefahren. Tore von Chwitscha Kwarazchelia und Désiré Doué sowie ein historischer Ausgleichstreffer des erst 17-jährigen Brian Madjo sorgten für ein spannendes Duell, ehe PSG als erst dritter Klub überhaupt seinen Supercup-Titel erfolgreich verteidigte.

Marquinhos und Achraf Hakimi recken am 12. August 2026 im Stadion Salzburg gemeinsam den Pokal des UEFA Supercups nach oben. Die beiden Führungsspieler von Paris Saint-Germain feiern den Erfolg im Endspiel gegen Aston Villa. (Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images)

PSG gewinnt den UEFA Supercup: „Wollen jeden einzelnen Titel gewinnen“

Nach dem Gewinn des UEFA-Supercups gegen Aston Villa gibt sich Paris Saint-Germain trotz der nächsten Titelfeier bescheiden und richtet den Blick bereits auf die großen Ziele der neuen Saison, vor allem auf einen historischen dritten Champions-League-Titel in Folge. Trainer Luis Enrique und Spieler wie Désiré Doué betonen dabei, dass der Hunger der Mannschaft trotz der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte noch längst nicht gestillt sei.