FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump präsentieren nach dem WM-Finale 2026 die Siegermedaillen. (Justin Setterfield / Getty Images North America via Getty Images)

Infantinos Milliardendeal: Afrika-Unterstützung & erbitterte Gegenwehr aus Europa

FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt seinen umstrittenen Plan, private Investoren an den Einnahmen des Weltverbands zu beteiligen, und verspricht dadurch höhere Zahlungen an die Mitgliedsverbände sowie mehr Investitionen in den Fußball. Während Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika den Vorstoß entschieden ablehnen, zeichnet sich in Afrika vorsichtige Unterstützung ab; Medienberichten zufolge soll ein Ja bis zum 19. September mit 20 Millionen US-Dollar belohnt werden.

Jean-Philippe Mateta von Crystal Palace erhält nach dem Finale der UEFA Conference League 2026 gegen Rayo Vallecano am 27. Mai 2026 in der Football Arena Leipzig seine Siegermedaille von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. (Maja Hitij / Getty Images Europe via Getty Images)

UEFA-Präsident Ceferin verzichtete auf WM-Finale wegen Trump & Balogun

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin blieb dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien demonstrativ fern, um seinen Unmut über die FIFA zu zeigen – Auslöser war offenbar der Fall um die aufgehobene Rotsperre von Folarin Balogun, bei dem angeblich US-Präsident Trump bei FIFA-Chef Infantino interveniert hatte. Zusätzlich belastet wurde das Verhältnis beider Verbände durch das Einreiseverbot für Schiedsrichter Omar Artan, den die UEFA daraufhin kurzerhand für das Supercup-Finale nominierte. Bereits vor dem Turnier hatte Ceferin die Aufstockung auf 48 Mannschaften und die daraus resultierenden uninteressanten Spiele kritisiert.

BUDAPEST, 29. MAI 2026: Außenansicht der Puskas Arena in der ungarischen Hauptstadt, einen Tag vor dem UEFA-Champions-League-Finale 2026. Das ungarische Nationalstadion wird Schauplatz des Endspiels zwischen dem FC Arsenal und Paris Saint-Germain. (Foto: Richard Heathcote / Getty Images)

UEFA zu „Fall Balogun“: „Rote Linie überschritten“ – FIFA in der Kritik

Die UEFA hat die FIFA im Fall Folarin Balogun ungewöhnlich scharf kritisiert und von einer „roten Linie“ gesprochen, weil sie die Entscheidung für „beispiellos“ und nicht zu rechtfertigen hält. Der Verband warnt vor einem gefährlichen Präzedenzfall und sieht die Integrität sowie Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs bedroht, sollte die Regelanwendung in laufenden Turnieren aufgeweicht werden.

Schiedsrichter Ismail Elfath zeigt Uruguays Agustín Canobbio die Rote Karte, umringt von spanischen Spielern.

FIFA WM 2026 Regel: UEFA verzichtet auf Rot fürs Mund zuhalten

In den UEFA-Wettbewerben führt das Bedecken des Mundes bei einer Konfrontation künftig nicht automatisch zu Rot, sondern kann je nach Einschätzung des Schiedsrichters mit Gelb geahndet werden. Anders als bei der WM bleibt in Champions League, Europa League und Conference League damit ein Platzverweis für diese Geste aus, auch wenn weiterhin disziplinarische Verfahren möglich sind.

Das Emblem des Deutschen Fußball-Bundes ziert vor dem Anpfiff den Mittelkreis des Kölner RheinEnergieStadions. Dort trafen die deutschen Frauen am 5. Juni 2026 in der Qualifikation zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 auf Norwegen. Pau Barrena / Getty Images

Durchsuchungen auch beim DFB: EM 2024 im Visier der Justiz

Bei den Ermittlungen zur EM 2024 geht es um den Verdacht mutmaßlich unzulässiger Vorteilsgewährungen im Zusammenhang mit der Turnierorganisation. Durchsucht wurden mehrere Adressen in Deutschland, darunter auch die DFB-Zentrale in Frankfurt; im Fokus stehen zudem die EURO 2024 GmbH und mögliche Vergünstigungen wie Länderspiel-Besuche oder exklusive Ticket-Vorkaufsrechte für Gastgeberstädte.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht bei der offiziellen Eröffnungs-Pressekonferenz der WM 2026 am 10. Juni 2026 im Mexico City Stadium. (Carl Recine / Getty Images)

FIFA WM: Infantino verteidigt Trinkpausen: „Keine finanzielle Frage“

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die bei der WM eingeführten Trinkpausen trotz wachsender Kritik verteidigt und betont, sie seien rein sportlich motiviert und keine finanzielle Maßnahme. Er begründet die Unterbrechungen mit Hitze und fairen Bedingungen für alle Teams, während DFL und UEFA in Deutschland derzeit keine verpflichtende Einführung planen.

Der deutsche FIFA-Schiedsrichter Felix Zwayer leitet das UEFA-Champions-League-Spiel zwischen dem FC Chelsea und Ajax Amsterdam am 3. Spieltag der Ligaphase am 22. Oktober 2025 im Stamford Bridge in London. (Copyright Depositphotos.com)

WM-Debüt mit Wadenkrampf: DFB-Schiedsrichter Zwayer im Mittelpunkt

Felix Zwayer geriet bei seinem ersten WM-Einsatz im Spiel USA gegen Australien durch einen Krampf in der Schlussphase unfreiwillig in den Fokus: Er ging zu Boden, wurde behandelt und konnte die Partie anschließend zu Ende pfeifen. Während die Szene im Stadion und im TV für Aufsehen sorgte, gab es aus Deutschland vor allem Lob für seine insgesamt starke Spielleitung – nur in Australien wurde der Auftritt teils kritischer gesehen.

Hwang In-beom jubelt nach seinem Tor zum 1:0 für Südkorea im WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe A gegen Tschechien am 11. Juni 2026 im Guadalajara-Stadion. An seiner Seite feiert Superstar Heung-min Son. (Alex Slitz / Getty Images)

Fußball heute bei der WM 2026: Vier Spiele, kein Sieg für Europas Teams gegen Asien

Japans spätes 1:1 gegen die Niederlande war bereits das vierte ungeschlagene Ergebnis eines asiatischen Teams gegen einen europäischen Gegner bei dieser WM und unterstreicht den starken Start der AFC-Vertreter. Südkorea, Australien und Katar zeigten dabei nicht nur Einsatz und Kompaktheit, sondern phasenweise auch technische und taktische Reife – ein möglicher Hinweis auf eine wachsende Konkurrenzfähigkeit im Weltfußball.