Uli Hoeness, Ehrenpräsident des FC Bayern München, spricht beim Live-Talk auf der Sportfachmesse ISPO Munich 2025. Der langjährige Bayern-Manager und -Präsident war am 1. Dezember 2025 in der Messe München zu Gast und gestikulierte lebhaft auf dem Podium. (Alexander Hassenstein / Getty Images)

Hoeneß mit Kritik an Infantino: Eklat im FIFA-Machtkampf

Uli Hoeneß hat sich klar in den Machtkampf an der FIFA-Spitze eingemischt und Präsident Gianni Infantino nur noch geringe Chancen auf eine Wiederwahl eingeräumt, während er ihm dringend zum Einlenken gegenüber der UEFA rät. Der Bayern-Ehrenpräsident kritisierte zudem scharf Infantinos WM-Investorenpläne, die Turnieraufblähung sowie dessen Verhalten im Fall Balogun.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hält am 17. Juli 2026 beim FIFA-Empfang im Trump Tower in New York eine Ansprache, neben ihm US-Präsident Donald Trump. Wenige Tage später steigt im MetLife Stadium das WM-Finale 2026 zwischen Spanien und Argentinien. (Andrew Harnik / Getty Images North America via Getty Images)

FIFA News: WM-Chef Giuliani verteidigt Infantino: Kritiker sollen sich untersuchen lassen

Andrew Giuliani stellt sich nach Trump ebenfalls demonstrativ hinter FIFA-Chef Gianni Infantino und fordert, dass sich Kritiker medizinisch untersuchen lassen sollten, falls dieser bei der Wahl 2027 nicht einstimmig bestätigt wird. Trotz wachsenden Widerstands aus mehreren Kontinentalverbänden verteidigt Giuliani Infantinos Bilanz zur WM 2026 und führt die Kritik an dem umstrittenen Investorenplan auf Neid zurück.

Die Ehrentribüne beim WM-Finale 2026 am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium mit Kanadas Premierminister Mark Carney, Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum, First Lady Melania Trump, US-Präsident Donald Trump, FIFA-Präsident Gianni Infantino sowie Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia. (Haiyun Jiang, Pool / Getty Images North America via Getty Images)

DFB-Aufsichtsratschef Alexander Wehrle fordert Infantino-Rücktritt als FIFA-Präsident

DFB-Aufsichtsratschef Alexander Wehrle fordert im Zuge der Vertrauenskrise beim Weltverband den sofortigen Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino, räumt aber ein, dass dieser Wunsch folgenlos bleiben dürfte. Zudem verlangt er eine demokratische statt einer Klatschwahl beim FIFA-Kongress 2027 und spricht von einer grundlegenden Systemfrage, die eine andere Führung des Verbandes erfordere.

Aleksander Ceferin (UEFA President), ber der offiziellen Enthüllung des UEFA EURO 2024 logos in Berlin, 05.10.2021, Photo: Thomas Boecker/DFB

Anti-Infantino-Plan: Europa formiert sich beim Krisengipfel heute Abend beim UEFA Supercup

Beim Supercup in Salzburg trafen sich Europas Verbandsspitzen um UEFA-Chef Ceferin zu einer Krisensitzung, um im Machtkampf mit FIFA-Präsident Infantino eine gemeinsame Linie und Reformen für den Weltverband zu erarbeiten. Gemeinsam mit Partnern aus Asien sowie Nord- und Mittelamerika arbeitet die UEFA bereits an einem Grundsatzpapier, das unter anderem die Verteilung der Verbandsgelder neu regeln und die Machtfülle des Präsidentenamts künftig unabhängig von der Personalie begrenzen soll.

Die Pokalübergabe nach dem WM-Finale 2026: Rodri mit der Trophäe zwischen Donald Trump und Gianni Infantino im MetLife Stadium. (Justin Setterfield / Getty Images North America via Getty Images)

USA und Kanada üben scharfe Kritik an FIFA-Boss Infantino

Der Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst weiter: US Soccer, Canada Soccer, CFU und UNCAF haben sich der Kritik von UEFA, AFC und CONCACAF angeschlossen und fordern mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht beim Weltverband. Während sich Mexiko demonstrativ hinter Infantino stellt, spitzt sich die durch einen zurückgezogenen Investorenplan ausgelöste Vertrauenskrise vor der Präsidentschaftswahl 2027 weiter zu.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht beim Semafor World Economy Summit 2026 in Washington D.C. am 15. April 2026. Der Gipfel versammelte Wirtschaftsführer und Tech-CEOs zu Diskussionen über Wirtschaft, Künstliche Intelligenz und globale Geschäftstrends. (Alex Wong / Getty Images North America via Getty Images)

Machtkampf bei der FIFA: Infantino sichert sich neue Verbündete

Gianni Infantino kämpft um seinen Verbleib an der FIFA-Spitze und inszeniert über Social Media systematisch jede Rückendeckung, um vor der Präsidentschaftswahl im Frühjahr wieder eine tragfähige Mehrheit zu sichern. Während Südamerika und Afrika ihm demonstrativ die Treue halten, bleibt der Widerstand in seiner europäischen Heimat unverändert stark.

Die Anzeigetafel zeigt Schiedsrichter Felix Zwayer bei der Erklärung der VAR-Entscheidung, nachdem ein Tor der USA wegen Abseits aberkannt wurde, während des WM-2026-Gruppenspiels gegen Australien am 19. Juni 2026 im Seattle Stadium. (Jamie Squire / Getty Images)

FIFA-Spitze mit Geschlossenheit und Unterstützung von Infantino

Bei einem Krisentreffen in Rabat demonstrierte die FIFA-Führung Geschlossenheit: Generalsekretärin und Geschäftsleitung stellten sich hinter Präsident Infantino, der im Gegenzug sein Vertrauen in die Verwaltung bekräftigte. Zugleich räumte der Verband handwerkliche Fehler beim umstrittenen Investitionsvorschlag FIFA Forward Enterprise ein und entschuldigte sich dafür bei Rat und Mitgliedsverbänden.