Innenansicht des SoFi Stadium in Inglewood bei Los Angeles, USA – Austragungsort der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Der Blick von den Rängen zeigt den gepflegten Rasen und das markante ringförmige Anzeigetafelsystem unter dem transparenten Membrandach des modernen NFL-Stadions, Heimstadion der Los Angeles Rams und der Los Angeles Chargers. (Copyright Depositphotos.com)

WM-Millionen: FIFA lässt US-Gastgeberstädte laut Medien warten

Mehrere US-Gastgeberstädte der Fußball-WM warten laut einem Bericht des Portals The Athletic noch immer auf zugesagte Legacy-Millionenzahlungen der FIFA, die eigentlich in fußballbezogene Infrastruktur und soziale Projekte fließen sollten. Der Fall bringt FIFA-Präsident Gianni Infantino, der zuletzt Rekordeinnahmen von rund 15 Milliarden Dollar verkündete, erneut in Erklärungsnot.

Bundestrainer Julian Nagelsmann trifft gemeinsam mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf (links) und DFB-Sportdirektor Andreas Rettig (rechts) am Smith Reynolds Airport in Winston-Salem ein. Die deutsche Mannschaft schlägt dort am 8. Juni 2026 ihr Quartier für die WM 2026 auf. (Alexander Hassenstein / Getty Images North America via Getty Images)

DFB-Sportdirektor Rettig übt scharfe Kritik: Vertrauen in Infantino irreparabel

DFB-Sportdirektor Andreas Rettig sieht das Vertrauensverhältnis zu FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem gescheiterten Investorendeal um WM-Anteile als irreparabel zerstört und kritisiert scharf die intransparente Vorgehensweise samt 20-Millionen-Köder. Zudem hofft er für die FIFA-Wahl 2027 auf einen echten demokratischen Wettbewerb um das Präsidentenamt, ohne dabei konkrete Gegenkandidaten zu Infantino zu benennen.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hält am 17. Juli 2026 beim FIFA-Empfang im Trump Tower in New York eine Ansprache, neben ihm US-Präsident Donald Trump. Wenige Tage später steigt im MetLife Stadium das WM-Finale 2026 zwischen Spanien und Argentinien. (Andrew Harnik / Getty Images North America via Getty Images)

1.UEFA Verband: Wales verweigert Infantino Unterstützung bei FIFA-Wiederwahl

Der walisische Verband FAW hat als erster nationaler Verband öffentlich seine Unterstützung für eine weitere Amtszeit von FIFA-Präsident Gianni Infantino aufgekündigt und ihm mangelhafte Verbandsführung sowie einen Vertrauensverlust vorgeworfen, ausgelöst durch die inzwischen fallengelassenen Pläne zum Verkauf von WM-Vermarktungsrechten an private Investoren. Trotz wachsenden Drucks vor allem aus Europa hält Infantino an seiner Kandidatur für die Wahl beim FIFA-Kongress 2027 in Rabat fest.

Jean-Philippe Mateta von Crystal Palace erhält nach dem Finale der UEFA Conference League 2026 gegen Rayo Vallecano am 27. Mai 2026 in der Football Arena Leipzig seine Siegermedaille von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. (Maja Hitij / Getty Images Europe via Getty Images)

Streit mit der FIFA: UEFA droht Infantino mit rechtlichen Schritten

Die UEFA droht FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem geplatzten Investorendeal mit rechtlichen Konsequenzen und verlangt in einem offiziellen Schreiben die lückenlose Sicherung aller Dokumente zu dem gescheiterten Projekt FIFA Forward Enterprise. Hintergrund ist der Rückzug der umstrittenen Pläne, über eine Tochtergesellschaft Anteile an der Fußball-WM an externe Investoren zu verkaufen, den Infantino nach heftiger Kritik in der Nacht zum Samstag verkündet hatte.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht bei der offiziellen Eröffnungs-Pressekonferenz der WM 2026 am 10. Juni 2026 im Mexico City Stadium. (Carl Recine / Getty Images)

Wie lange kann sich FIFA Chef Gianni Infantino noch halten?

Gianni Infantinos milliardenschwerer Investorenplan ist am geschlossenen Widerstand von UEFA, CONCACAF und AFC gescheitert, was den FIFA-Präsidenten in seine bislang prekärste Machtposition bringt. Vor der Wahl im März 2027 muss er nun beweisen, ob er Risse in der Front der Kontinentalverbände finden und seine Basis behaupten kann – oder ob ihm nach Jahren des Einflusses erstmals eine ernsthafte Kampfabstimmung droht. Mögliche Herausforderer wie Ceferin oder Al-Khelaifi warten indes ab, bis sich reale Erfolgsaussichten gegen den geschwächten Amtsinhaber abzeichnen.

Uli Hoeness, Ehrenpräsident des FC Bayern München, spricht beim Live-Talk auf der Sportfachmesse ISPO Munich 2025. Der langjährige Bayern-Manager und -Präsident war am 1. Dezember 2025 in der Messe München zu Gast und gestikulierte lebhaft auf dem Podium. (Alexander Hassenstein / Getty Images)

FC Bayern Abteilung Attacke: Uli Hoeneß zu Eberl & Kampfansage an Infantino

Uli Hoeneß nutzte das Testspiel des FC Bayern in Rottach-Egern für mehrere brisante Wortmeldungen: Er revidierte seine skeptische Haltung zu Max Eberls Vertragsverlängerung und sieht die Chancen nun bei 100 Prozent. Zudem drohte er Fifa-Boss Infantino im Streit um WM-Anteilsverkäufe mit einem europäischen Boykott und wies Wechselgerüchte um Michael Olise zu Real Madrid zurück.

FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump präsentieren nach dem WM-Finale 2026 die Siegermedaillen. (Justin Setterfield / Getty Images North America via Getty Images)

Infantinos Milliardendeal: Afrika-Unterstützung & erbitterte Gegenwehr aus Europa

FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt seinen umstrittenen Plan, private Investoren an den Einnahmen des Weltverbands zu beteiligen, und verspricht dadurch höhere Zahlungen an die Mitgliedsverbände sowie mehr Investitionen in den Fußball. Während Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika den Vorstoß entschieden ablehnen, zeichnet sich in Afrika vorsichtige Unterstützung ab; Medienberichten zufolge soll ein Ja bis zum 19. September mit 20 Millionen US-Dollar belohnt werden.