FIFA stellt sich hinter Infantino und schlägt Kritiker in die Schranken

Der Weltverband FIFA hat sich am Samstagabend öffentlich hinter Präsident Gianni Infantino gestellt und einen scharfen Gegenschlag gegen seine Kritiker geführt. In einem Statement wies die FIFA Vorwürfe gegen ihren Präsidenten zurück und verteidigte dessen demokratische Wahl durch die Mitgliedsverbände.

Rodri nimmt den WM-Pokal entgegen: US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino überreichen dem spanischen Mittelfeldspieler die Trophäe nach dem Finalsieg gegen Argentinien am 19. Juli 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford. (Carl Recine / Getty Images North America via Getty Images)
Rodri nimmt den WM-Pokal entgegen: US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino überreichen dem spanischen Mittelfeldspieler die Trophäe nach dem Finalsieg gegen Argentinien am 19. Juli 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford. (Carl Recine / Getty Images North America via Getty Images)

Stand: 8. August 2026, 23:55 Uhr

FIFA wehrt sich gegen gezielte Kampagnen

Der Weltverband teilte mit, dass es „gezielte und anhaltende Bemühungen einiger Akteure“ gebe, die FIFA und ihren Präsidenten zu untergraben. Die Organisation betonte, dass Akteure, die nicht die Unterstützung der Mitgliedsverbände hätten, nicht versuchen sollten, durch Anschuldigungen und Fehlinformationen zu erreichen, was in demokratischen Prozessen nicht möglich sei.

Infantino wurde von den FIFA-Mitgliedsverbänden demokratisch gewählt und übe sein Amt weiterhin in deren Auftrag aus, stellte die FIFA klar. Der Weltverband kündigte an, keinerlei Verfahren zur Präsidentenwahl zu unterstützen, die den FIFA-Statuten und etablierten Governance-Regeln widersprächen.

Unter Druck wegen Investorenplan

Infantino steht unter massivem Druck, seit er in der vergangenen Woche mit einem umstrittenen Investorenplan an die Öffentlichkeit gegangen war, den er später zurückzog. Während europäische Verbände seinen Rücktritt fordern und die UEFA mit einem möglichen WM-Boykott droht, erhalten der FIFA-Präsident Unterstützung aus Südamerika und Afrika. CONMEBOL und CAF positionierten sich hinter Infantino.

Zusätzlich zu diesen Konflikten wurden neue Vorwürfe laut. Der Telegraph berichtete, dass Infantino in seiner Zeit als UEFA-Generalsekretär zwischen 2009 und 2016 eine hohe Abfindung für eine enge Mitarbeiterin ausgehandelt haben soll. Die UEFA bestätigte gegenüber SID eine solche Zahlung, wies aber inhaltliche Behauptungen als unbegründet zurück.

FIFA kritisiert Spekulationen als Tatsachen

Der Weltverband kritisierte in seinem Statement, dass „unbegründete Behauptungen und nachweislich falsche Anschuldigungen“ in der Berichterstattung über die FIFA und ihren Präsidenten auftauchen würden. Spekulationen und Andeutungen sollten nicht als Fakten dargestellt werden, und eine Wiederholung mache eine Behauptung nicht automatisch wahr.

Infantino, bislang der einzige erklärte Kandidat für die Wiederwahl im März 2027, hat laut FIFA mehr als 30 Jahre seines Berufslebens dem europäischen und Weltfußball gewidmet und habe zu bedeutenden Veränderungen im Sport beigetragen.

Häufige Fragen zu dieser Meldung

Warum steht Infantino derzeit unter Druck?

Der FIFA-Präsident präsentierte einen umstrittenen Investorenplan, den er später zurückzog. Dies führte zu Rücktrittsforderungen aus Europa und drohendem WM-Boykott durch die UEFA. Zusätzlich wurden neue Vorwürfe gegen Infantino bezüglich seiner Zeit als UEFA-Generalsekretär erhoben.

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Wann ist die nächste Präsidentenwahl der FIFA?

Die nächste Wahl des FIFA-Präsidenten findet im März 2027 statt. Infantino ist derzeit der einzige erklärte Kandidat für seine Wiederwahl.

Quelle: AFP, Meldung vom 08.08.2026, 23:53 Uhr.

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