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Der Deutsche Fußball-Bund trennt sich mit sofortiger Wirkung von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Auch Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig wird den Verband verlassen, weil er seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern will.

Die Entscheidung fiel nach dem bitteren WM-Aus in den USA, Kanada und Mexiko. Der DFB will nun zügig die personellen Weichen neu stellen und richtet den Blick bereits auf die mögliche Nachfolge an der Seitenlinie.
Vertrag sofort aufgelöst
Die Gesellschaftervertreter und der Aufsichtsrat der DFB GmbH und Co. KG haben auf Vorschlag von Präsident Bernd Neuendorf einstimmig beschlossen, das Arbeitsverhältnis mit Nagelsmann sofort zu beenden. Der Bundestrainer hatte bereits am Vortag in einem vertraulichen Gespräch mit der Verbandsspitze darum gebeten, ihn nach dem enttäuschenden Verlauf der FIFA Weltmeisterschaft 2026 von seinen Aufgaben zu entbinden. Diesem Wunsch wurde nun entsprochen.
Neuendorf würdigte die Arbeit des 38-Jährigen seit September 2023 ausdrücklich. Er betonte Nagelsmanns hohe Einsatzbereitschaft, seinen außergewöhnlichen Ehrgeiz sowie seine verantwortungsbewusste und aufrichtige Art, die im Verband sehr geschätzt werde.
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Nagelsmann spricht von Neuanfang
Der 38 Jahre alte Coach erklärte, er habe in den vergangenen Tagen nach dem Ausscheiden viel nachgedacht und sich sowohl mit Vertrauten aus dem persönlichen Umfeld als auch mit Menschen aus dem Verband ausgetauscht. Die Entscheidung sei ihm alles andere als leichtgefallen. Sein wichtigstes Ziel sei stets der Erfolg der Mannschaft gewesen. Nach einer so herben Enttäuschung verdiene das Team die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang.
Nagelsmann bedankte sich bei seinem Trainerteam, dem Staff und allen Unterstützern im Verband. Besonders hob er die Spieler hervor, mit denen er vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte. Einen besonderen Dank richtete er auch an die Fans. Sie hätten die Mannschaft getragen, vertraut und mit Energie versorgt, selbst in schwierigen Phasen. Zugleich sagte er, es tue ihm von Herzen leid und weh, dass das Team die Anhänger enttäuscht habe und keine weiteren Fußballnächte bei dieser WM möglich waren. Die Fans hätten viel mehr verdient gehabt.
Sportdirektor Rudi Völler äußerte großen Respekt für diese Entscheidung. Nagelsmann übernehme Verantwortung, obwohl er gern weiter gestaltet hätte, und stelle die Nationalmannschaft als Ganzes über die eigene Person. Völler stellte zugleich klar, dass sich alle einen anderen Ausgang des Turniers und eine überzeugendere Leistung der Mannschaft gewünscht hätten. Für ihn bleibe Nagelsmann ein exzellenter Trainer, dem er für die vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit dankbar sei.
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Klopp-Kontakt und Rettigs Abschied
Bei der Neubesetzung des Trainerpostens will die DFB-Spitze nun das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Der frühere Erfolgscoach hat bereits grundsätzlich signalisiert, dass er den Job übernehmen würde.
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Während der heutigen Sitzung der Gesellschaftervertreter und des Aufsichtsrats teilte zudem Andreas Rettig mit, dass er seinen Vertrag aus persönlichen Gründen zum Jahresende nicht verlängern werde. Den DFB-Präsidenten hatte er darüber schon vor Beginn der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft informiert.
Auch Nagelsmanns Assistenten Benjamin Glück und Benjamin Hübner werden den Verband verlassen. Der DFB bedankte sich auch bei ihnen ausdrücklich für ihr Engagement.